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"Industrie 4.0" - Tag der NE-Metallurgie in Goslar



Goslar

"Industrie 4.0" - Tag der NE-Metallurgie in Goslar

von Alec Pein


Symbolfoto: Alec Pein
Symbolfoto: Alec Pein Foto: Alec Pein

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Goslar. Man spricht von der vierten industriellen Revolution, wenn es um die "Industrie 4.0" geht. Gemeint ist unter anderem die Informatisierung der Fertigungstechnik, die natürlich auch den wichtigen Wirtschaftsfaktor für Deutschland betrifft, den die Nichteisen-Metallurgie darstellt. Mit der Modernisierung der Technik gehen auch Veränderungen bei Arbeit, Produktion oder Sicherheit einher, über die am ersten Veranstaltungstag im Hotel Der Achtermann ausgiebig informiert und diskutiert werden soll.

Am heutigen Mittwochabend starten die Veranstaltungen zum Tag der NE-Metallurgie der Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e. V., kurz GMDB, vorerst mit einem "Come-Together" im Großen Heiligen Kreuz. Weiter geht es am Donnerstag mit Vorträgen und einer Talkrunde im Achtermann. Im Rahmen des Empfangs und Festabends wird am Donnerstagabend dann der mit 50.000 Euro dotierte Kaiserpfalz-Preis verliehen. Diesen erhielt im letzten Jahr das Team um Prof. Dr. Michael Stelter von der TU Bergakademie in Freiberg. Zusammen mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie ein haben sie ein Verfahren entwickelt, mit dem Blei aus Bildröhrenglas zurückgewonnen werden kann und zudem das Verfahren bei der Rückgewinnung anderer Wertvoller Rohstoffe aus LCD-Flachbildschirmen vereinfacht. Weitere Vorträge finden dann am Freitag wieder im Achtermann statt: Über aktuelle Probleme, Chancen und Entwicklungen von Recycling, E-Mobilität und Energie wird dabei in Fachvorträgen informiert.


Wichtiger Wirtschaftsfaktor



Die Nichteisenmetallurgie in Deutschland ist mit rund 650 Unternehmen und über 100.000 Arbeitsplätzen, nimmt im europäischen Vergleich eine Spitzenposition ein. Goslar blickt nicht nur auf eine lange Tradition des Silberbergbaus zurück, sondern bietet auch heute in der Nichteisenmetallurgie sowie artverwandten Zweigen zirka 3.000 Stellen. Mit dem in dieser Stadt stattfindenden Kongress soll die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung sowie die technische Leistung der Branche herausgestellt, damit relevante Entscheidungsträger aus Politik, Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft auch künftig nicht den Blick für die besondere Rolle der Metallurgie verlieren.



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