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Informationsbroschüre soll über Querdenker in Niedersachsen aufklären



Informationsbroschüre soll über Querdenker aufklären - Gewalt nimmt zu

Die Beiträge stammen unter anderem von Journalisten, Wissenschaftlern und Beratungsstellen. Laut Beratungsstellen, nehme die Gewalt durch Querdenker zu.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

Niedersachsen. Laut der mobilen Beratung und der Betroffenenberatung Niedersachsen suchten mehr Menschen Hilfe, weil sie von Querdenkern bedroht werden. Die Mobile Beratung Niedersachsen veröffentlicht deshalb am Dienstag eine neue Informationsbroschüre dazu. Diese fasst Strategien, Strukturen und Ideologien des Spektrums in ganz Niedersachsen zusammen. Die Beiträge stammen unter anderem von Journalisten, Wissenschaftlern und Beratungsstellen, wie die Mobile Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie in einer Pressemitteilung berichtet.



"Regelmäßig melden sich Menschen bei uns, weil sie nicht wissen, wie sie mit Verschwörungserzählungen und Antisemitismus umgehen sollen. Häufig werden sie im Beruf oder in der Familie damit konfrontiert. Einige werden auch bedroht", sagt Jan Krieger von der Mobilen Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie. Das Team der Mobilen Beratung Niedersachsen erarbeite gemeinsam mit den Betroffenen Lösungen dazu. Auch die Betroffenenberatung Niedersachsen hilft hier und bekommt jetzt immer häufiger Anfragen. "Das reicht von Drohmails über körperliche Angriffe bis hin zu Tötungsversuchen", sagt ein Sozialarbeiter der Betroffenenberatung. Fernerbetont er, dass "die Gewalt inzwischen jede Person treffen kann, die auf geltende Regelungen wie die Maskenpflicht hinweist“.

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An dutzenden Orten in Niedersachsen finden zurzeit fast täglich sogenannte Spaziergänge statt. Die Proteste vereinten, laut den Beratungsstellen, Coronaleugner, Impfgegner und organisierte Rechtsextreme. Ein Bindeglied seien antisemitische Bilder und Verschwörungsmythen. Das Spektrum nutze Symbole und Erkennungszeichen, mit denen Botschaften verschlüsselt kommuniziert werden. Auch darüber informiert jetzt die neue Broschüre. "Eine Bewegung, deren zentraler Inhalt Verschwörungsideologien und Antisemitismus sind, ist schlicht antidemokratisch. Wir müssen deshalb über diese menschenfeindlichen Inhalte mehr aufklären“, sagt Jan Krieger. Die neue Broschüre kann ab dem 01.02.2022 online unter www.mbt-niedersachsen.de heruntergeladen werden. Gedruckte Exemplare können versandkostenfrei bestellt werden unter info@mbt-niedersachsen.de. Die Broschüre wird vom Bundesfamilienministerium gefördert.


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