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Ingrid Jost referiert über Rentenarmut von Frauen



Peine

Ingrid Jost referiert über Rentenarmut von Frauen


Symbolfoto: Christoph Böttcher
Symbolfoto: Christoph Böttcher Foto: Christoph Böttcher

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Peine. Am 22. März sprachen die DGB-Gewerkschaftsfrauen in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Silke Tödter und des Jobcenters, Anne Schmidt sowie des Kreismuseums, Dr. Ulrika Evers, über Altersarmut von Frauen mit Hilfe der Expertin Ingrid Jost.



Ingrid Jost ist selbst betroffen und hat in einem Interview im Fernsehen bereits ein Statement abgegeben. Moderatorin der Veranstaltung war Nanni Rietz-Heering, Vorsitzende DGB Kreisfrauenausschuss Peine, die Vorsitzende ver.di Ortsverein Peine, die in ihrer Begrüßungsrede besonders hervorhob, dass viele Rentenberechtigte aus Scham nicht zu "Aufstockerinnen" ihrer Minirenten werden.

„Welche Mutter will schon, dass ihre Kinder für sie zahlen müssen? Die Angst und die Scham davor hindert viele Frauen ihr Recht auf Zuzahlung durch den Staat in Anspruch zu nehmen. Lieber lassen sie den Kühlschrank leer“, resümiert Rietz-Heering.


„Bei den Alterseinkommen der Frauen gibt es eine riesige Rentenlücke im Vergleich zu den Renten der Männer, in Westdeutschland beträgt sie zirka 42 Prozent in Ostdeutschland 23 Prozent“, konstatierte Jost. Sie erklärte das mit niedrigeren Löhnen und niedrigere Erwerbsbeteiligung mit längeren Erwerbsunterbrechungen auf Frauenseite.

An die Politik stellte sie folgende Forderungen:


1. Stopp der staatlichen Förderung privater Altersvorsorge und eine Rückabwicklung der Ansparung in die gesetzliche Rentenversicherung.

2. Lohngleicheit -Dazu brauchen wir klare gesetzliche Vorgaben, die keine Schlupflöcher offen lassen.

3. Einen Solidarausgleich für alle Geringverdienenden, wie er in fast allen OECD-Ländern üblich ist.

4. Einen gesetzlichen Mindestlohn, der sicherstellt, dass man nicht bei Vollzeittätigkeit im Alter die Grundsicherung beantragen muss.


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