Berlin. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat anlässlich des Holocaust-Gedenktags versichert, Deutschland nehme den Schutz jüdischen Lebens und jüdischer Einrichtungen sehr ernst. Das sei eine deutsche Verantwortung, der man gerecht werde, auch im Kampf gegen importierten Antisemitismus, sagte er am Dienstag dem Nachrichtensender "Welt" am Rande des von dem gleichnamigen Medienhaus veranstalteten Wirtschaftsgipfels.
"Wir sind ständig dabei, jüdisches Leben zu schützen. Übrigens ist das unsere Aufgabe, nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Wir haben da eine sehr, sehr große Verantwortung. Und an einem Tag wie heute sollte man dieser Verantwortung auch nochmal sich deutlich bewusst machen. Dazu gehört, dass wir jüdische Einrichtungen schützen, lageabhängig jüdische Einrichtungen schützen. Wir haben einen klaren Fokus auf den Extremismus in diesem Bereich, Antisemitismus."
Dabei geht es Dobrindt nicht nur um den rechtsradikalen Antisemitismus, sondern zunehmend auch um einen linksextremen und islamistisch motivierten, oftmals importierten Judenhass: "In den vergangenen Jahren ist der Antisemitismus in Deutschland gewachsen, auch durch einen importierten Antisemitismus, der nach Deutschland gekommen ist. Und wir wenden uns genauso gegen diesen importierten Antisemitismus wie gegen den, der in Deutschland beispielsweise durch Rechtsextremismus oder auch Linksextremismus besteht. Und ich finde, an einem Tag wie heute sollte man auch sich nochmal deutlich bewusst machen, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, sich gegen diesen Antisemitismus zur Wehr zu setzen."
Innenminister betont Verantwortung bei Schutz jüdischen Lebens
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat anlässlich des Holocaust-Gedenktags versichert, Deutschland nehme den Schutz jüdischen Lebens und jüdischer Einrichtungen sehr ernst.
Alexander Dobrindt wird von Welt-TV interviewt am 27.01.2026 | Foto: via dts Nachrichtenagentur

