Region. Die REVO Hospitality Group, einer der größten europäischen Multibrand-Hotelbetreiber, hat kürzlich für rund 140 ihrer Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen von der Insolvenz sind auch vier Hotels in der Region – regionalHeute.de berichtete. Nun gibt es Neuigkeiten.
Die Gruppe betreibt insgesamt 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern mit rund 8.300 Mitarbeitern. Die Insolvenz betrifft 140 Gesellschaften, darunter Verwaltungs- und Holdinggesellschaften. In der Region ist die Hotelgruppe mit vier Hotels vertreten: in Braunschweig mit dem Steigenberger Parkhotel, dem Centro Hotel und dem IntercityHotel sowie in Wolfsburg mit dem Centro Hotel Goya - jeweils unter der Marke Trademark Collection by Wyndham.
Geschäftsbetriebe stabilisiert
Wie es in einer Pressemitteilung der REVO Hospitality Group vom heutigen Donnerstag heißt, konnten die Geschäftsbetriebe der insolventen Hotels stabilisiert werden. Die Hotels blieben geöffnet und könnten uneingeschränkt gebucht werden. "Seit Anmeldung der Insolvenz vor rund zwei Wochen haben wir zahlreiche Gespräche mit Partnern, Lieferanten und Mitarbeitern geführt und Abläufe neu geordnet. Nahezu alle Beteiligten unterstützen eine nachhaltige Sanierung, um die wirtschaftlichen Probleme bis zum Sommer zügig zu lösen. Lieferanten beliefern uns weiter und die Mitarbeiter arbeiten sehr engagiert, um unsere Gäste bestens zu bedienen", erklärte Rechtsanwalt Dr. Gordon Geiser von GT Restructuring, der zusammen mit seinem Kollegen Dr. Benedikt de Bruyn für die Dauer der Eigenverwaltung zum Geschäftsführer der entsprechenden Gesellschaften berufen wurde.
So soll es weitergehen
Nachdem die Bundesagentur für Arbeit das Insolvenzgeld bis einschließlich März genehmigt habe, seien zudem die Januar-Gehälter an die Mitarbeiter ausgezahlt worden. "Wir erhalten zahlreiche Anfragen von Investoren und führen bereits erste Gespräche. Auch ein international renommierter Berater für den M&A Prozess wurde bereits beauftragt. Sowohl bestehende wie neue Partner sind an den Hotels interessiert und wollen sich engagieren. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, die Gesellschaften wieder solide und wettbewerbsfähig aufzustellen, damit sie zeitnah die Eigenverwaltung verlassen können", so Rechtsanwalt Dr. Benedikt de Bruyn.

