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Intensive Atemschutzausbildung in der Samtgemeinde Sickte



Wolfenbüttel

Intensive Atemschutzausbildung in der Samtgemeinde Sickte


Foto: Kristina Heine

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Braunschweig. Ende letzten Jahres nahmen Mitglieder der Feuerwehren der Samtgemeinde Sickte an einer Heißausbildung im Brandcontainer in Bad Gandersheim teil. Die Teilnehmer übten noch einmal den richtigen Umgang mit einem Hohlstrahlrohr und bekamen die notwendige Sicherheitsbelehrung für das Verhalten in so einem Übungscontainer.

Die Trupps gingen unter Atemschutz in den Übungscontainer. Mit dem Hohlstrahlrohr galt es die unterschiedlichen Brandsimulationen - Gasflaschenbrand, Fettbrand, Flash over - zu bekämpfen. Begleitet wurde die Übung von einem erfahrenen Ausbilder, der das Geschehen beobachtete bzw. im Bedarfsfall nützliche Tipps gab. Über Verbesserungen wurde in einer kurzen Nachbesprechung gesprochen.


Alle Teilnehmer waren von dieser Ausbildung begeistert, obwohl diese Heißausbildung sowohl die körperlichen Grenzen der Teilnehmer ausreizte als auch die maximalen Anforderungen an die Schutzausrüstung stellte. Zu Anfang des neuen Jahres ging es in der Ausbildung gleich zügig weiter. Den Kameradinnen und Kameraden stand, ein in Volzum, zum Abriss vorgesehenes Haus zur Verfügung. Die Atemschutzgeräteträger mussten unbekannte Räume, wie es auch in einem möglichen Real Fall nötig ist, durchqueren und sich zurecht finden. Mit Hilfe einer Nebelmaschine konnten die Räume sogar verqualmt werden. Es galt die richtige Handhabung mit dem Hohlstrahlrohr zu üben und zu vertiefen. Die Handhabung mit den Schläuchen wurde ebenfalls an einer Station geübt. Hierbei wurden Tipps und Tricks vermittelt. Da das Haus abgerissen wird, konnte real mit Wasser geübt werden. In einem anderen Raum wurden die Teilnehmer in Trupps aufgeteilt und mussten mit präparierten Übungsmasken, bei Nullsicht, die Räumlichkeiten erkunden und eine vermisste Person finden. Der richtige Einsatz von mobilen Rauchverschlüssen, der es ermöglicht bei einem Brand in einem Gebäude die Zugangstür zu öffnen und hierbei die Ausbreitung von heißem und giftigem Brandrauch in noch unverrauchte Bereiche zu verhindern, wurde ebenfalls geübt. An der vierten Übungsstation wurde gezeigt, wie man sich als Atemschutzgeräteträger in einem verrauchten Gebäude, in einem Seitenkriechgang, bewegt.

Der Atemschutzbeauftragte der Samtgemeinde Sickte Andreas Kuropka betonte die Bedeutung solcher Übungen.
Ein ausdrücklicher Dank geht noch einmal an die Familie Bosse, die mit der B ereitstellung ihres Hauses, diese über zwei Tage andauernde Übung erst möglich machten.


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