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Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen



Wolfenbüttel

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen


Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen Foto: Pixabay
Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen Foto: Pixabay Foto: Pixabay

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Sickte. Rund um den 25. November, den internationalen Gedenktag "NEIN zu Gewalt an Frauen!", laufen bundesweit Aktionen und Kampagnen. In Sickte lädt Margit Richter, Gleichstellungsbeautragte der Gemeinde, am 25. November um 17 Uhr in den Rittersaal.



Auch die von TERRE DES FEMMES entwickelte Fahnenaktion will ein Zeichen setzen, um gegen Gewalt und Diskriminierung an Frauen und Mädchen zu protestieren und gesetzliche sowie gesellschaftliche Veränderungen einzufordern. Das Motto der Fahnenaktion 2016 lautet "Tür auf! Schutzräume für alle gewaltbetroffenen Frauen". Die Aktion wird in Kooperation mit Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Frauenhäusern, Ministerien, Universitäten und vielen Verbänden durchgeführt.

Schläge vom Ehemann, Grabscher in der U-Bahn, sexuelle Übergriffe durch den Vater – geschlechtsspezifische Gewalt gehört auch in Deutschland zur Lebensrealität vieler Frauen. Genauer: häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen und übertrifft damit sogar Verkehrsunfälle und Krebs. In Europa hat jede dritte Frau bereits körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt. Besonders gefährdet sind Frauen mit Beeinträchtigungen oder in unsicheren Lebenssituationen. Für jede von ihnen muss es eine sichere Zuflucht geben – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrem Aufenthaltsstatus, ihren Beeinträchtigungen oder ihren Sprachkenntnissen. Trotz dieser schwerwiegenden Zustände für gewaltbetroffene Frauen, erreicht von den 16 Bundesländern keines die vom Europarat empfohlene Quote von einem Frauenhausplatz pro 7500 Einwohner.

In Deutschland gibt es knapp 400 Frauenhäuser und Zufluchtswohnungen für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder, doch eine pauschale Finanzierung gibt es bisher nicht.

Terre des Femmes fordert mehr Frauenhäuser


Weil diese Situation nicht mit einem freien, selbstbestimmten und gleichberechtigten Leben vereinbar ist, fordert TERRE DES FEMMES: „Tür auf! Für alle Frauen, die in Deutschland von Gewalt betroffen sind!“ Der Bund, die Länder, Städte und Kommunen müssen kostenlose Schutzräume und angemessene Unterstützung zur Verfügung stellen. Diese müssen: Bundesweit, flächendeckend und ausreichend sein. Pauschal und angemessen finanziert werden. Für Frauen mit erhöhtem Bedarf barrierefrei und ausreichend personell und materiell ausgestattet sein. Spezialisiert im Umgang mit verschiedenen Gewaltformen sein, teilt TERRE DES FEMMES hierzu mit. Anlässlich des Aktionstages lädt Margit Richert, Gleichstellungbeauftragte der Samtgemeinde Sickte, am 25. November, um 17 Uhr in den Rittersaal des Herrenhauses Sickte ein. Im Rahmen einer Finissage zur aktuellen Fotoausstellung wird der Fördervereins Frauenschutzhaus Wolfenbüttel über seine Arbeit berichtet.


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