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"Intransparenz und falsche Versprechungen" - Was man bei Vergleichsportalen beachten sollte



"Intransparenz und falsche Versprechungen" - Was man bei Vergleichsportalen beachten sollte

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät zu einer kritischen Nutzung. Wichtig sei es, die Tricks und Fallstricke zu kennen und die richtigen Voreinstellungen vorzunehmen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

Braunschweig. Mit wenigen Klicks erfahren, welcher Anbieter den attraktivsten Tarif für Kredit, Versicherung, Mobilfunk, Hotel oder Stromversorgung anbietet? Genau damit werben Vergleichsportale im Internet. Aber bieten sie tatsächlich schnelle Hilfe und einen guten Marktüberblick? Die Verbraucherzentralen haben umfassende Informationen zusammengestellt, um zu einer kritischen Nutzung von Vergleichsportalen anzuregen. Das teilt die Verbraucherzentrale Niedersachsen Beratungsstelle Braunschweig in einer Pressemitteilung mit.



Um Preise vergleichen und den günstigsten Tarif finden zu können, setzt fast jeder zweite Internetnutzer auf Vergleichsportale. Bei genauerer Betrachtung des Geschäftsmodells zeige sich jedoch: Die Portale sind meist weder neutral, noch handeln sie uneigennützig, so die Verbraucherzentrale. „Der vermeintlich kostenfreie Vergleich wird mehrheitlich durch die Provisionen der Anbieter für Vertragsabschlüsse finanziert“, erklärt Kathrin Körber, Rechtsexpertin bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Die Portale verdienen nur, wenn über sie auch Verträge abgeschlossen werden. Und das am besten bei dem Anbieter, der die höchste Provision zahlt.“

"Ein Geschäftsmodell voller Fehlanreize"


Die Anbieter wiederum stünden unter dem Druck, auf einem der ersten Plätze des Vergleichs erscheinen zu müssen – wer weiter unten im Ranking auftauche, habe kaum Chancen auf neue Kunden. "Ein Geschäftsmodell voller Fehlanreize, das zu Intransparenz und falschen Versprechungen einlädt. Kein Wunder also, dass die Verbraucherzentralen immer wieder Beschwerden von Kunden erreichen, die im Nachhinein enttäuscht sind vom geschlossenen Vertrag – etwa, weil sie die versprochenen Prämien oder Boni nicht erhalten, von Zusatzkosten überrascht 
oder bei Vertragsproblemen allein gelassen werden", so das Fazit der Verbraucherzentrale Niedersachsen.


Richtiger Umgang mit Vergleichsportalen wichtig


„Die Portale bieten die Möglichkeit, sich einen Marktüberblick zu verschaffen und Preise und Leistungen zu vergleichen“, so Körber. „Allerdings ist es wichtig, die Tricks und Fallstricke zu kennen und die richtigen Voreinstellungen vorzunehmen.“ Beispielsweise gingen viele Nutzer davon aus, dass die Ergebnisliste vollständig und umfassend sei. In aller Regel gebe sie jedoch lediglich einen Ausschnitt wieder. „Im Angebotsvergleich finden sich nur die Unternehmen und Anbieter, mit denen das Vergleichsportal zusammenarbeite“, erklärt die Rechtsexpertin. Verbraucher sollten daher stets weitere Quellen hinzuziehen und zum Beispiel den Preis beim Anbieter selbst gegenchecken.

Um einen kritischen Umgang mit Vergleichsportalen zu ermöglichen, haben die Verbraucherzentralen umfangreiche Informationen zusammengestellt, etwa eine interaktive Grafik und eine Checkliste: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/vergleichsportale.


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