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Israel Jacobson Netzwerk zu Gast im Gärtnermuseum



Wolfenbüttel

Israel Jacobson Netzwerk zu Gast im Gärtnermuseum


Rebekka Denz vom Israel Jacobson Netzwerk besuchte das Gärtnermuseum. Beteiligt waren (v. l.) Andreas Meißler, Herbert Linne und Christian Hogrefe. Foto: privat
Rebekka Denz vom Israel Jacobson Netzwerk besuchte das Gärtnermuseum. Beteiligt waren (v. l.) Andreas Meißler, Herbert Linne und Christian Hogrefe. Foto: privat

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Wolfenbüttel. Jüngst besuchte Rebekka Denz vom Israel Jacobson Netzwerk das Gärtnermuseum. Die Einrichtung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die jüdische Geschichte und Kultur in der Region zwischen Harz und Heide bekannter zu machen. Das berichtet der Verein Gärtnermuseum Wolfenbüttel.



Ab November zeigt das hiesige Landesarchiv eine Ausstellung, die gemeinsam mit dem Arbeitskreis Andere Geschichte in Braunschweig erarbeitet wurde. Sie war bereits im vergangenen Jahr in der Gedenkstätte Schillstraße zu sehen. Nun wird die Ausstellung um Elemente ergänzt, die sich speziell mit der lokalen Situation beschäftigen. Thema der Ausstellung sind Jüdinnen und Juden aus Osteuropa, die in der Zeit um den Ersten Weltkrieg in unsere Region kamen.

In der Ausstellung thematisiert Rebekka Denz auch die Gärtnerstadt Wolfenbüttel und die Tatsache, dass in den 1920er Jahren für eine überschaubare Zeit ein paar wenige Mitglieder des Hamelner Kibbutz Cheruth in hiesigen Gärtnereien gearbeitet haben. Als besondere Person stand dabei der Philosoph und Religionswissenschaftler Hans Jonas im Mittelpunkt, der 1980 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt. Er arbeitete für die Zeit von März bis Oktober 1923 beim Großgärtner Richard Grabenhorst am Kälberanger als Praktikant. Diese Periode prägte ihn entscheidend für seinen weiteren Lebenslauf und das beeindruckende Lebenswerk.



Hierzu unterstützt das Gärtnermuseum mit Abbildungen aus seiner laufenden Ausstellung "Die Gärtner in der Weimarer Republik". Sie hatte das besondere Interesse des Netzwerkes geweckt. Christian Hogrefe vom Museum gestaltete die exklusive Führung. An dem nachfolgenden Gespräch nahm der 88-jährige Herbert Linne teil. Er berichtete als Zeitzeuge detailliert von den am Neuen Weg wohnhaften jüdischen Bürgern und deren Schicksalen. Das Gärtnermuseum zeigt im Rahmen seiner Ausstellung "Der Neue Weg - Geschichte und Geschichten" einen Ausschnitt.


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