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Jagdhornbläser Schöppenstedt" gestalten die NDR-Plattenkiste



Wolfenbüttel

Jagdhornbläser Schöppenstedt" gestalten die NDR-Plattenkiste


Felicitas Glitz und Hans-Werner Roloff, hinten Theodor Biegel und Martina Gilica bei der Plattenkiste. Foto: NDR
Felicitas Glitz und Hans-Werner Roloff, hinten Theodor Biegel und Martina Gilica bei der Plattenkiste. Foto: NDR Foto: NDR

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Schöppenstedt. Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 2. Juni zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Felicitas Glitz, Hans-Werner Roloff und Theodor Biegel mit Moderatorin Martina Gilica über 50 Jahre Jagdhornbläser Schöppenstedt, denn die 22 Bläser feiern an diesem Wochenende ihr Jubiläum.

Von Montag bis Freitag heißt es zwischen 12 und 13 Uhr bei NDR 1 Niedersachsen „Die Plattenkiste – Hörer machen ein Musikprogramm“ und die Sendung wird komplett von den Gästen gestaltet. In der Sendung können sich Vereine, Clubs, Organisationen vorstellen – egal ob Chor, Surfclub, Theater- oder Selbsthilfe-Gruppe. Und so wurde von den Schöppenstedtern über das bevorstehende Fest geplaudert.  Am Sonnabend um 15.30 geht's los auf dem Marktplatz in Schöppenstedt, wo verschiedene Gruppen zum Konzert aufspielen - bei freiem Eintritt. Das Infomobil der Jägerschaft wird aufgestellt, Essen und Trinken ebenfalls angeboten. Theodor Biegel erzählt von den vielfältigen Musikstücken der Jagdhornbläser Schöppenstedt bei unterschiedlichen Gelegenheiten. Von Jagdleitsignalen über Totsignale und Jagdende-Signale reicht das Repertoire bis hin zu Fanfaren und Märschen im Dreiviertel- und Viervierteltakt, die dann zur Unterhaltung gespielt werden. Aber die Jagdhornbläser kommen auch zu Hubertusmessen, Jubiläen und Beerdigungen.


Eine der jüngsten Bläserinnen ist Felicitas Glitz. Sie kam vor fünf Jahren dazu, als sie ihren Jagdschein machen wollte, und Nachbar Theodor Biegel meinte, sie könne doch auch Jagdbläserin werden. Ohne Noten zu kennen, bekam sie den ersten Ton aus einem Horn, und wenn der Weg zum Blasen der ihr fremden Melodien auch nicht ganz einfach war, machte es ihr doch von Anfang an Spaß. Hans-Werner Roloff gehört zur älteren Generation. Ihm legte sein einstiger Lehrchef nahe, Jagdhorn zu lernen, wenn er denn Förster werden wolle. Seit seiner Pensionierung vor 12 Jahren ist Roloff nun wieder als Bläser aktiv. Von 21 bis 77 Jahren ist jede Altersgruppe dabei - alle üben gemeinsam, reden gern miteinander, aber es wird auch gefeiert wie jetzt am Wochenende. Da die Bläser und Bläserinnen - ein Drittel sind Frauen - aus mehreren Orten kommen, tauschen sie sich gern über die Neuigkeiten in ihren Gemeinden aus. "Wir sind vielleicht nicht die Besten, aber die Lustigsten", zitiert Theodor Biegel augenzwinkernd eine Mitspielerin.

Für die Zukunft wünscht sich Felicitas Glitz mal wieder eine Fahrt - wohin auch immer. Sie sagt, das sei für sie eine ebensolche Freude wie früher eine Klassenfahrt. Theodor Biegel richtet seine Zukunftshoffnungen auf weitere musikalische Höhen der Jagdhornbläser, auf jungen Nachwuchs in der Gruppe und wünscht, den sehr engagierten Chorleiter Dieter Baxmann noch möglichst lange zu behalten. Auch Hans-Werner Roloff hofft auf junge Leute, die sich fürs Jagdhornblasen interessieren und begeistert mitmachen.


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