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Polizei Braunschweig plant das Risikospiel gegen Hannover 96

von Werner Heise


Auf dem Podium sitzen v.l. Vize Präsident Polizei Braunschweig Roger Fladung, Pressesprecherin Denise Schaefer (Eintracht Braunschweig), Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt (Eintracht Braunschweig). Fotos: Agentur Hübner
Auf dem Podium sitzen v.l. Vize Präsident Polizei Braunschweig Roger Fladung, Pressesprecherin Denise Schaefer (Eintracht Braunschweig), Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt (Eintracht Braunschweig). Fotos: Agentur Hübner Foto: Agentur Hübner

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01.11.2016

Braunschweig. Wenn es am Sonntag zum Niedersachsen-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 kommt, dann ist die Polizei auf Grund der jüngeren Vergangenheit vorgewarnt. Die Partie wurde vom DFB als Risikospiel klassifiziert und Bedarf einer besonderen Überwachung.



23.000 Zuschauer erwartet man am kommenden Sonntag im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße, zu einem Fußballspiel mit "erhöhtem Sicherheitsrisiko", wie Soeren Oliver Voigt, Geschäftsführer von Eintracht Braunschweig berichtet. Circa 10 Prozent der Karten sind an die Hannoveraner Fans vergeben worden. Im Vorfeld habe man nicht nur mit Behörden und dem gegnerischen Verein kommuniziert, sondern auch die Fans mit einbezogen, da diese an dem Tag funktionieren müssten. Bundesweit hätte man mit der vollumfassenden Einbeziehung der Fans gute Erfahrung gemacht, so dass es so zu weniger Gewaltausschreitungen käme, erklärt Roger Fladung, Vizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig und Einsatzleiter am Sonntag. Weiterhin sind vier Dialogteams im Einsatz. Die Polizei reagiert außerdem mit einem erhöhten Aufgebot, dem auch Beamte aus anderen Bundesländern angehören werden. "Auch in diesem Spiel sind nur drei Punkte zu vergeben", so Voigt.


Roger Fladung, Polizei Braunschweig Vize Präsident Foto: Agentur Hübner

Die Polizei hat im Vorfeld Betretungsverbote für eingerichtete Sicherheitszonen gegen 144 Personen ausgesprochen, hierunter 38 Braunschweiger und 53 Hannoveraner. Zudem wurden im Vorfeld 340 "Risikopersonen" angeschrieben, mit dem Hinweis, dass Gewalt am Spieltag ausdrücklich nicht erwünscht sei. Man weiß dennoch, dass es weiterhin bis zu 750 Personen gibt, bei denen man mit Konfliktpotential rechnen müsste. Die Polizei geht jedoch nicht davon aus, dass diese Personen in den Besitz von Karten gekommen sind, könne es aber offenbar auch nicht ausschließen. "Derbystimmung ist Fanpflicht, aber Gewalt hat bei einem Spiel keinen Platz", so Fladung.


Soeren Oliver Voigt, Geschäftsführer (Eintracht Braunschweig) Foto: Agentur Hübner

Eintracht Braunschweig versucht durch 150 zusätzliche Ordner die Lage deeskalierend zu beeinflußen. Zusätzlich gilt im Bereich um das Stadion und bereits in den Zügen zum Spiel Glasverbot. Darüber hinaus gilt im Stadion ein striktes Alkoholverbot. "Die Fans sind hier natürlich auch in der Verantwortung. Hoffentlich siegt die Vernunft", sagte Soeren Oliver Voigt.

Demonstration angekündigt


Im Vorfeld gibt es eine angemeldete Demonstration von Personen die sich mit dem Sicherheitskonzept unzufrieden zeigen, wie Fladung auf Nachfrage von regionalHeute.de bestätigt. Die Versammlungsbehörde sei jedoch die Stadt Braunschweig, bei der man an Kooperationsgesprächen mit dem Anzeigenden der Demo beteiligt sei.


Polizei informiert über soziale Medien und Bürgertelefon



Spezielle Fragen der Bürger beantwortet die Polizei Braunschweig ab heute über die sozialen Netzwerke (www.facebook.com/PolizeiBraunschweig, www.twitter.com/Polizei_BS) oder über ein Bürgertelefon (0531) 476-1044. Das Telefon ist ab sofort während der Geschäftszeit von 08.00 - 15.00 Uhr besetzt.

Die Pressekonferenz im Video:



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