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Jimmie Durham nahm den Kaiserring entgegen

von Alec Pein


Jimmie Durham nahm am heutigen Samstag den Kaiserring entgegen und eröffnete im Anschluss die Ausstellung im Mönchehaus Museum. Foto: Alec Pein
Jimmie Durham nahm am heutigen Samstag den Kaiserring entgegen und eröffnete im Anschluss die Ausstellung im Mönchehaus Museum. Foto: Alec Pein

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08.10.2016

Goslar. Jimmie Durham erhielt am heutigen Samstag in der Kaiserpfalz den Kaiserring des Jahres 2016. Im Anschluss an die Verleihung fand die Eröffnung seiner Ausstellung im Mönchehaus Museum statt.


Der 75-jährige Künstler, Dichter und Aktivist lebt heute in Berlin und gilt international als bedeutender Künstler der Gegenwart. "Das vielschichtige Werk von Jimmie Durham - Skulpturen, Installationen, Malerei, Zeichnungen, Performances, Videos und Fotografien - kann keiner künstlerischen Bewegung zugeordnet werden", heißt es in der Begründung der Jury. 1940 wurde Durham in den Vereinigten Staaten geboren, in den 70er und 80er Jahren kämpfte er für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner. Zu dieser Zeit sei sein künstlerisches Wirken eher autobiografisch gewesen, heute nähere sich seine Arbeit einer Kritik an ideologischen Systemen an.

Im Mönchehaus werde Durhams Blick auf die Gesellschaft widergespiegelt, in dem das Verhältnis zwischen Geschichte und Umfeld, Architektur und Monumentalität sowie eine kritische Haltung gegenüber politischen Machtverhältnissen und Narrationen nationaler Identität zentrale Rollen spielen. Eine Skuptur und eine Installation sind dabei eigens für die Ausstellung in Goslar und in einer Auseinandersetzung mit der Stadt und der Region entstanden.


Jimmie Durham während seiner Dankesrede in der Kaiserpfalz. Foto: Alec Pein



Seine Dankesrede fiel im Rahmen der Verleihung gegenüber den Grußworten des Oberbürgermeisters und des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel, der in Vertretung für Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil einige Grußworte der Landesregierung überbrachte, kurz aber vielsagend aus:  Eine große Ehre sei es, sehen zu können, dass die meist nur im engen Kreis weniger Freunde in einem Studio entstünde, auch außerhalb gefallen könne. Daraus ergäbe sich aber auch eine große Verantwortung. Aber: "It's an excellent time to be an artist now, because everything is so crazy and so bad and we have the chance to do something. Thank you very much", so Durham abschließend.


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