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Jubiläumsausstellung: 30 Jahre Evangeliar Heinrichs des Löwen in der Herzog August Bibliothek

von Anke Donner



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06.12.2013


Wolfenbüttel. Nur alle zwei Jahre gibt die Schatzkammer in der Augusteerhalle den Blick auf das einst teuerste Buch der Welt frei. In diesem Jahr ist es wieder so weit und das Evangeliar Heinrichs des Löwen ist für die Besucher zu bestaunen.

Auch nach vielen Jahren, in denen sich das Evangeliar nun im Besitz der Herzog August Bibliothek befindet, ist das Interesse an dem einst teuersten Buch der Welt groß. "Die Aufbewahrung dieser Handschriften in der Herzog August Bibliothek hat dazu geführt, dass man das Evangeliar und die Bibliothek miteinander verbindet. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Wolfenbüttel und die Herzog August Bibliothek", erklärt Bibliotheks-Direktor Helwig Schmidt-Glintzer stolz.


Die Restauratoren Almuth Corbach und Heinrich Grau zeigen das kostbare Buch. Foto:


Seit nunmehr fast 30 Jahren verwahrt die Herzog August Bibliothek die Handschriften Heinrichs des Löwen. Das Interesse an dem einst teuersten Buch der Welt ist und bleibt ungebrochen – alle zwei Jahre wird es im Original in der Herzog August Bibli­othek als seinem dauerhaften Aufbewahrungsort für wenige Wochen ausgestellt und ist dann in all seiner Pracht zu bewundern.


Zum Schutz der kostbaren Schriften hat man sich, gemeinsam mit den Teilhabern dazu entschlossen, dass rund 32 Millionen teure Buch nicht mehr auf "Wanderausstellungen" zu zeigen, sondern es in sicherer Umgebung aufzubewahren.Hinter einer zehn Zentimeter dicken Glaswand im Tresorraum der Bibliothek liegt das Buch mit den vier Evangelien sicher neben dem "Sachsenspiegel" und "Liber Floridus". Nun kann das Evangeliar während der Jubiläumsausstellung vom 6. Dezember 2013 bis 17. Januar 2014 zu den Öffnungszeiten der Bibliothek bewundert werden. Zu sehen ist auf den aufgeschlagenen Buchseiten der Stammbaum Jesus Christus. Diese Seite wurde von der Bibliothek ganz bewusst ausgewählt. "Wir haben diese Seite ausgewählt, weil wir damit an das Kirchenjahr anknüpfen wollten", erklärte Schmidt-Glintzer.





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