Sie sind hier: Region >

Jugendliche aus Südafrika lernten Peine kennen



Peine

Jugendliche aus Südafrika lernten Peine kennen


Sechs junge Südafrikaner und zwei Betreuer aus dem Partnerkirchenkreis Borwa II besuchten die Stadt Peine. Foto: Kirchenkreis Peine
Sechs junge Südafrikaner und zwei Betreuer aus dem Partnerkirchenkreis Borwa II besuchten die Stadt Peine. Foto: Kirchenkreis Peine Foto: Kirchenkreis Peine

Artikel teilen per:

Peine. Auf Einladung des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Peine besuchten in den Sommerferien sechs junge Südafrikaner und zwei Betreuer aus dem Partnerkirchenkreis Borwa II die Stadt Peine und die umliegende Region.



Nach der Delegationsreise von Jugendlichen nach Mafikeng im vergangenen Jahr in der Nord-West Provinz Südafrikas waren die Erwartungen auf beiden Seiten hoch. Unter dem Thema „Leben als Jugendlicher in Deutschland als Deutscher und als Migrant“ wollten die einheimischen Jugendlichen ihren Gästen ihre Stadt und die Region vorstellen. „Aus dem umfangreichen Programm wollen wir drei Punkte besonders hervorheben“, sagt Pastor Dominik Christian Rohrlack aus Ölsburg. Eine Einladung vom VCP St. Andreas in Gadenstedt war für die Gäste eine neue Erfahrung. Mit den Pfadfindern verbrachten sie einen Nachmittag und einen Abend damit eine Jurte aufzubauen, darin zu grillen und später hier singen, klönen und schlafen zu können.

Kerstin Waczkat, verantwortliche Betreuerin, hebt einen weiteren Programmpunkt hervor: „Ein Tag stand im Zeichen der Flüchtlingsarbeit. Zu Gast beim Caritas Verband diskutierten wir mit ehrenamtlichen Mitarbeitern über die Arbeit mit geflüchteten Menschen. Dabei stellte sich heraus, dass wir hier in Deutschland sehr vielseitig aufgestellt sind. In Südafrika, wo mittlerweile mehr als sechs Millionen Flüchtlinge leben, gibt es sehr viel mehr Schwierigkeiten mit der Aufnahme und der Finanzierung des Lebens der Menschen aus den verschiedensten Ländern.“ Allen Jugendlichen aus beiden Ländern wurde durch diesen gegenseitigen Jugendaustausch die Möglichkeit gegeben, einmal über den Tellerrand zu schauen. So wie viele im vergangenen Jahr zum ersten Mal Kontakt mit den Ärmsten der südafrikanischen Gesellschaft bekamen, so erlebten in diesem Jahr die Gäste die Schrecken des Nationalsozialismus in Bergen-Belsen und die Schwierigkeiten eines hochentwickelten Landes wie Deutschland bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus aller Welt.


zur Startseite