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„Jurassic Harz": Ein Plateosaurus in Braunschweig

von Nick Wenkel


Der Plateosaurus zählte vor mehr als 200 Millionen Jahren zu den größten Landtieren der Welt. Foto: Nick Wenkel
Der Plateosaurus zählte vor mehr als 200 Millionen Jahren zu den größten Landtieren der Welt. Foto: Nick Wenkel Foto: Archiv

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03.03.2017

Braunschweig. Das Staatliche Naturhistorische Museum eröffnet den ersten Teil ihrer Sonderausstellung „Jurassic Harz". Dabei ist der Plateorsaurus Hauptakteur der Präsentation, die ab Samstag, 4. März, in der Pockelsstraße 10 besucht werden kann.


Rund 20 Objekte aus dem Museum Heineanum in Halberstadt werden im Ausstellungsraum zum Plateosaurus engelhardti präsentiert. Gemäß den spezifischen Kernaufgaben eines Museums - Sammeln, Bewahren, Forschen und Ausstellen, möchte der Direktor des Heineanums, Rüdiger Becker, die Fossilien einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Zugleich erhofft sich Becker, dass Wissenschaftler auf das Material aus Halberstadt aufmerksam werden und erneut unter die „Lupe" nehmen. Zu klären wäre beispielsweise die Frage, ob Fossilien eventuell zu Plateosaurus quenstedti zu zählen sind. Gesprächsbedarf herrscht auch darüber, ob sich der Saurier auf zwei oder sogar schon auf vier Beinen fortbewegt hat. Obwohl der Plateosaurus durch viele Funde gut dokumentiert wurde, waren Körperhaltung und Fortbewegungsweise lange Zeit umstritten. Bei Studien 2007 zeigte sich, dass der Dinosaurier nicht die Fähigkeit hatte, seine Hand mit der Handfläche nach unten zu drehen. Dies würde bedeuten, dass er ausschließlich auf zwei Beinen gelaufen ist.


Museumsdirektor Prof. Dr. Ulrich Joger erklärte den Gästen die verschiedenen Epochen. Foto: Archiv


Das größte Landtier


Der Plateosaurus engelhardti lebte im Zeitalter der Oberen Trias, vor 217 bis 201 Millionen Jahren, und ist ein wichtiger Vertreter der Gruppe der Prosauropoda. Er ist ein Vorläufer der riesigen langhalsigen Sauropoden und aufgrund seines Körperbaus ein Bindeglied zwischen den zweibeinigen Fleichfressern und den vierbeinigen Pflanzenfressern. Obwohl eigentlich nur Pflanzen zu seiner Nahrung zählten, konnten Forscher Zahnspuren anderer Tiere auf dem Gebiss des Plateorsaurus nachweisen. Das bedeute, dass er zumindest versucht habe, Aas zu fressen. Im Gegensatz zu den späteren Sauropoden, die eine Länge von bis zu 30 Meter habenkonnten, war der Plateosaurus um die neun Meter groß. Damit war er sogar zu dieser Zeit das größte Landtier. Während der Sonderausstellung bekommen die Gäste auch einen kurzen Ausblick auf den Europasaurus, den Interessierte dann während der „Jurassic Harz"-Ausstellung in Augenschein nehmen können.


Neben dem großen Modell des Plateosaurus, sind auch einzelne Knochenteil ausgestellt. Foto: Archiv


Unterstützung von BS Energy


Für die Ausstellung „Jurassic Harz" wurde auch ein Lebendmodell des Plateosaurus von BS Energy gesponsert, das von Wolter Design in Rehburg-Loccum gefertigt wurde. Während der Ausstellung wird es als Eye-Catcher in der Hamburger Straße zu sehen sein und findet danach seinen dauerhaften Standort auf dem Vorplatz des Staatlichen Naturhistorischen Museums. „Es ist eine Sache, in einem Buch über die Vergangenheit zu lesen. Eine ganz andere ist es, einem lebensgroßen Dinosaurier von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen", sagte Annette Schütz, Leiterin der Unternehmenskommunikation von BS Energy. „Wir unterstützten das Staatliche Naturhistorische Museum deshalb sehr gerne in seinem Ziel, vergangene Zeitalter anschaulich und greifbar zu machen."

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