Wolfsburg

Kein Wolfsburger Gourmetfest in 2018 - neues Konzept in Planung


Christian Rühr (Projektverantwortlicher der WMG), Jovica Davidovic (Steakhaus Hackepeter), Roland Lohss (Parkhotel Wolfsburg), Giacomo Occhipinti (OCCHIPINTI Restaurant), Melanie Perricone (Lindenhof Nordsteimke), Norbert Steinweh (Vorsfelder Hof), Christopher Hesse (Abteilungsleiter Veranstaltungen der WMG), Joachim Schingale (Geschäftsführer der WMG). Foto: WMG
Christian Rühr (Projektverantwortlicher der WMG), Jovica Davidovic (Steakhaus Hackepeter), Roland Lohss (Parkhotel Wolfsburg), Giacomo Occhipinti (OCCHIPINTI Restaurant), Melanie Perricone (Lindenhof Nordsteimke), Norbert Steinweh (Vorsfelder Hof), Christopher Hesse (Abteilungsleiter Veranstaltungen der WMG), Joachim Schingale (Geschäftsführer der WMG). Foto: WMG

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22.02.2018

Wolfsburg. Mit 20 Ausgaben gehörte das Gourmetfest zu den Traditionsveranstaltungen in der Wolfsburger Innenstadt. 2018 wird das kulinarische Event nicht stattfinden, wozu sich die beteiligten Gastronomen gemeinsam mit der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) entschlossen haben.



Gleichzeitig blicken die Partner vertrauensvoll in die Zukunft, um in der Wolfsburger Fußgängerzone ab 2019 ein neues Veranstaltungsformat anzubieten, teilt die WMG mit. „Um die Entscheidung der Gastronomen und der WMG besser zu verstehen, muss man sich die Entwicklung der Veranstaltung vor Augen führen“, betont Joachim Schingale, Geschäftsführer der WMG. „Das Gourmetfest hat sich über die Jahre enorm entwickelt. Hinter den Kulissen wurde ständig optimiert, in der Ausstattung, der Dekoration und beim kulturellen Begleitprogramm konnte das Fest für die Gäste immer attraktiver gestaltet werden. Wir konnten viele neue Teilnehmer begrüßen, die stets positiv von den anderen Gastronomen aufgenommen und von den Besucherinnen und Besuchern angenommen wurden. Die Vielfalt der Angebote spiegelte sich somit auch im Publikum wider – es war eine Veranstaltung für Jedermann. Insofern bin ich sehr glücklich darüber, dass das Gourmetfest über einen so langen Zeitraum und in der gebotenen Qualität fester Bestandteil des Wolfsburger Stadtlebens war“.

Aufwendiges Projekt


Gleichzeitig ist das Gourmetfest in seiner Art ein sehr aufwendiges Projekt für alle Beteiligten. Denn für die Gastronomen ist es immer mit einer Doppelbelastung verbunden, da sie zeitgleich ihre Restaurants öffnen und entsprechendes Personal und Material vorhalten und einsetzen müssen. Vor allem in den Sommermonaten finden Inhouse-Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstage oder andere Feierlichkeiten statt, die die Kapazitäten in hohem Maße beanspruchen. Durch die großen Belastungen und den Personalmangel konnte das Gourmetfest zuletzt immer schwieriger von den Gastronomen mitgestaltet und besetzt werden. Auch für die WMG ist das Gourmetfest finanziell betrachtet sehr kostenintensiv. Zudem ist die Veranstaltung als Open-Air-Event äußerst wetterabhängig. „Besonders in den vergangenen drei Jahren hatten wir viel Pech mit den äußeren Rahmenbedingungen, es regnete häufig“, blickt Christopher Hesse, Abteilungsleiter Veranstaltungen der WMG, zurück. Aus diesen Gründen wurde gemeinschaftlich beschlossen, das Gourmetfest in seiner derzeitigen Form zu beenden. Allerdings soll die gute Partnerschaft zwischen Gastronomen und WMG 2018 nur pausieren und im kommenden Jahr in einem frischen Format wieder Kulinarisches in die Porschestraße bringen.

"Über den Tellerrand schauen"


Norbert Steinweh, der mit seinem Vorsfelder Hof als einziges Haus alle 20 bisherigen Gourmetfeste mitgemacht hatte, erklärt in diesem Zusammenhang: „Als Mitgründer des Wolfsburger Gourmetfestes und Teilnehmer der Gastronomen, der am häufigsten dabei war, möchte ich mich auch im Namen meiner Kollegen recht herzlich bei allen Gästen, die das Gourmetfest in Wolfsburg besucht haben, bedanken. Erst durch sie ist es mit den Jahren stetig gewachsen und zu einem festen Event in Wolfsburg geworden. Ein besonderer Dank von uns Gastronomen geht an alle Sponsoren und Zulieferer und natürlich auch an die WMG – hier insbesondere, neben allen fleißigen Helfern der WMG, Herrn Joachim Schingale. Aber nach 20 Ausgaben sollte man auch einmal über den Tellerrand schauen. Die Zeit ist schnelllebig und ab und zu muss man auch Altbewährtes ändern. Wir Gastronomen unterstützen die Idee der WMG sehr, ein Jahr auszusetzen und im Jahr 2019 mit einem neuen Konzept wieder für unsere Gäste da zu sein“.

Für die Geschäftsführung der WMG um Joachim Schingale und Jens Hofschröer steht mit Blick auf die zukünftige Ausrichtung fest: „Eine Verlegung in den stärker frequentierten Bereich um die mittlere Porschestraße ist wichtig, um den Einzelhandel verstärkt von den Veranstaltungen profitieren zu lassen. Zudem bietet das dort vorhandene Glasdach Wetterunabhängigkeit“. Über das neue Veranstaltungsformat für 2019 wird die WMG gemeinsam mit den teilnehmenden Gastronomen zu gegebener Zeit informieren.


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