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Keine Großveranstaltungen bis Ende Oktober: Bund und Länder einig

Auch Mundschutzpflicht und Mindestabstand bleiben vorerst erhalten. Der Regelbetrieb in Schulen und Kitas soll nach den Sommerferien starten.

von Alexander Dontscheff


Mit diesem Beschluss dürfte auch das Magnifest in Braunschweig gestorben sein. Archivbild
Mit diesem Beschluss dürfte auch das Magnifest in Braunschweig gestorben sein. Archivbild Foto: Marvin König

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17.06.2020

Berlin. In einer Konferenz der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder am heutigen Mittwoch, die erstmals seit März wieder persönlich und nicht in Form eines Video-Chats stattfand, hat man sich auf das weitere gemeinsame Vorgehen in der Corona-Krise geeinigt. Demnach soll das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober verlängert werden. Das gab Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in einer live übertragenen Pressekonferenz bekannt.


Vor allem solche Veranstaltungen, bei denen man nicht nachvollziehen könne, wer daran teilnimmt, könne es vorerst noch nicht geben. Es gebe aber etwas mehr Flexibilität, so dass es auch einzelne Ausnahmen geben könne. Welche das sein könnten, dürfe jedes Bundesland anders interpretieren, erklärte Söder.

Mundschutzpflicht und Mindestabstand bleiben


Bundeskanzlerin Angela Merkel ergänzte, dass es auch bei der Basis der Corona-Bekämpfung bleibe, solange es keinen Impfschutz gebe. Dies seien Mindestabstand, Mundschutz, Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen. Auch hier seien die Länder für die Details zuständig.

Einig geworden sei man sich auch darüber, dass nach den Sommerferien der Regelbetrieb in Schulen und Kitas wieder starten solle. Hierfür brauche man aber ein stärkeres Testsystem, betonte Markus Söder. Auch müsse das Gesundheitssystem weiter ausgebaut werden.

"Viel Kraft nötig, um den Wohlstand zu erhalten"


Ein weiteres Thema der Konferenz sei das Konjunkturpaket gewesen. Dieses hätten die Länder im Großen und Ganzen gebilligt, so Angela Merkel. Sie sehe den Gesprächen im Bundesrat daher zuversichtlich entgegen. Die Corona-Krise sei der gravierendste Einschnitt in die Wirtschaft in der Geschichte der Bundesrepublik, betonte die Kanzlerin. Es müsse viel Kraft aufgebracht werden, um den Wohlstand zu erhalten.


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