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Keine Vorfinanzierung mehr für integrative Maßnahmen

von Alexander Panknin


Erst nach Ende der Maßnahme soll es Geld geben. Symbolfoto: pixabay
Erst nach Ende der Maßnahme soll es Geld geben. Symbolfoto: pixabay Foto: pixabay

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19.11.2017

Wolfsburg. Um den Verwaltungsakt für die Förderung von integrativen Maßnahmen zu minimieren, sollen diese zukünftig nicht mehr im Vorfeld finanziert werden. Nur auf Rechnung sollen Mittel bewilligt und ausgezahlt werden, so geht aus einem aktuellen Antrag der Verwaltung hervor.


Für die Umsetzung von Integrationsmaßnahmen im Rahmen des Integrationskonzeptes „Vielfalt leben“ stehen dem Integrationsreferat Haushaltsmittel zur Förderung zur Verfügung.

In der Praxis habe sichallerdings gezeigt, dass eine Vorfinanzierung von Maßnahmen in der Regek eine zeitlich sehr aufwendige Nachbearbeitung nach sich zieht. Häufig würden Belege gar nicht oder für nicht berücksichtigungsfähige Ausgaben eingereicht. Eine Rückforderung von bereits ausgezahlten Mitteln sei dabei sehr schwierig.

Um künftig eine einheitliche und zeitnahe Verfahrensweise zu Anträgen auf Fördermitteln für Integrationsmaßnahmen zu erreichen,sollen die Richtlinien nun entsprechend angepasst werden. Sie sehen vor, dass ein Antrag erst nach Ende der Maßnahme gestellt werden darf. Somit würden auch etwaige Rückzahlungen bei förderunwilligen Projekten wegfallen.

Der Vorschlag wird nun in den politischen Gremien der Stadt besprochen werden.

Hintergrund


Der Rat der Stadt Wolfsburg verabschiedete im Juni 2011 das Integrationskonzept „Vielfalt leben“. Dieses wurde in einem breiten Partizipationsprozess erarbeitet. Die 275 Maßnahmen des Integrationskonzeptes werden unter anderem von stadtweiten Akteuren umgesetzt.

Das Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg bietet eine Anschubfinanzierung für die Umsetzung von Maßnahmen im Sinne der Ziele des Integrationskonzeptes „Vielfalt leben“. Die Richtlinie soll bei der Bewerbung helfen und Bewerbern zudem einen Überblick über das Verfahren rund um die Bewilligung geben.


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