KI-Forscherin beklagt "toxisches Überwachungsgeschäftsmodell"

Die KI-Forscherin und Helmut-Schmidt-Zukunftspreisträgerin Meredith Whittaker sieht die Entwicklung der Techindustrie kritisch.

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Meredith Whittaker (Archiv)
Meredith Whittaker (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Hamburg. Die KI-Forscherin und Helmut-Schmidt-Zukunftspreisträgerin Meredith Whittaker sieht die Entwicklung der Techindustrie kritisch. "Wir müssen nicht mit den Giganten zu deren Bedingungen konkurrieren", sagte sie bei einer Veranstaltung der "Zeit" in Hamburg. "Lassen Sie nicht zu, dass sie den Rahmen für uns vorgeben."


"Unter dem Schlagwort der superstarken, superfähigen KI - oft gewürzt mit quasi-religiösen Vorhersagen über bewusste Maschinen und übermenschliche Computer - versuchen diese Unternehmen, ihren Einfluss und ihre Kontrolle auf alle Bereiche des Lebens und in fast jede Region der Erde auszudehnen", so die Präsidentin der Signal-Stiftung, die den Messenger Signal entwickelt. Sie ergänzte: "Der aktuelle KI-Wahn ist ein Ergebnis des toxischen Überwachungsgeschäftsmodells."

Die Preisträgerin ist sich sicher: "Wenn der Schleier zerreißt und die wohlwollende Rhetorik der großen Technologieunternehmen sich als mehr Marketing als Realität entpuppt, können wir ernsthaft damit beginnen, unsere technologische Zukunft zu überarbeiten und neu zu gestalten." Denn "es ist noch Zeit, eine schöne und lebenswerte Zukunft zu schaffen".


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