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Kindermuseum lädt zur Entdeckungsreise ins 16. Jahrhundert ein



Braunschweig

Kindermuseum lädt zur Entdeckungsreise ins 16. Jahrhundert ein

von Anke Donner


Das Braunschweiger Landesmusem bietet eine Kinderausstellung zum 16. Jahrhundert an. Fotos: Anke Donner
Das Braunschweiger Landesmusem bietet eine Kinderausstellung zum 16. Jahrhundert an. Fotos: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Braunschweig. Kinder können im Braunschweiger Landesmuseum nun auf große Entdeckungsreise gehen. Im Museum werden die kleinen Besucher vom 22. Juni bis zum 2. August 2017 auf Weltentdeckungsreise gehen. In verschiedenen Räumen wird die Reformation kindgerecht erklärt.



Die Reformation ist im Jahr 2017, 500 Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers, in aller Munde. Auch die Museumslandschaft nimmt sich des Themas unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten an. Allein in Deutschland kann man sich in mehr als 160 Sonderausstellungen über die Reformation und ihre Auswirkungen informieren.

Doch nur das Braunschweigische Landesmuseum hat es sich auch die Fahne geschrieben, Kindern und Jugendlichen im eigens anlässlich zur Sonderausstellung "Im Aufbruch – Die Reformation 1517 – 1617" eingerichtetes Kindermuseum zu ermöglichen, die fremde und ferne Welt des 16. Jahrhunderts zu entdecken. Für das Kindermuseum wurde ein kompletter Ausstellungsbereich im Erdgeschoss reserviert, der mit einer ganz eigenen Ausstellungsgestaltung versehen wurde.

350 Quadratmeter Geschichte



Museums-Pädagoge Torsten Poschmann zeigt den Arbeitsplatz, an dem die jungen Besucher den Buchdruck nachempfinden können. Foto: Anke Donner



Auf rund 350 Quadratmetern laden insgesamt 20 Spielstationen das junge Publikum dazu ein, in eine Welt nicht nur fernab von Smartphone, Tablet, TV, Fast Food und Plastikspielzeug, sondern sogar komplett ohne Elektrizität. In fünf Räumen können die Kinder erkunden, was Globus, Bleistift und Fernrohr gemeinsam haben, wie die Menschen im späten Mittelalter lebten, oder welche Abenteuer Christoph Kolumbus und Ferdinand Magellan erlebten. Antworten auf die Fragen bekommen die Kinder und Jugendlichen an den Spielstationen. Dort können sie bei Buchdruck, Fachwerklegen und in verschiedenen Workshops Geschichte erleben, anfassen und begreifen. Zudem richtet das Museum Kindergeburtstage aus. Hier können das Geburtstagskind und seine Gäste die Ausstellung in Originalkostümen erkunden. "Uns war wichtig, dass wir viele Elemente der Reformations-Ausstellung im oberen Bereich, in die Kinderausstellung einfließen lassen. Kinder können die Dinge, die sie in der Kinderausstellung erleben und erlernen in der anderen Ausstellung wiederfinden", erklären Museums-Direktorin Heike Pöppelmann und der Museums-Pädagoge Torsten Poschmann.

Eine App Erklärt die Geschichte



Zusätzlich zu der Ausstellung haben Studenten der Ostfalia Wolfenbüttel eine virtuelle Schnitzeljagd zur Ausstellung entwickelt. Mit der App, die kostenlos auf alle Smartphones und Tablet geladen werden kann, können die Besucher die Ausstellung erkunden, Fragen beantworten und Aufgaben erledigen.


Große Fahrt: Die jungen Besucher können sich auf Kolumbus Spuren begeben. Foto: Anke Donner


Sommerferien-Programm


Während der Sommerferien vom 27. Juni bis zum 23. Juli sind die Spielstationen sogar täglich außer montags zwischen 10 und 13 Uhr betreut. Für 20 Euro kann ein Ferienpass erworben werden, der die jeweils einmalige Teilnahme an insgesamt sechsverschiedenen Aktivitäten ermöglicht. Dienstags beispielsweise steht das Lebend in der mittelalterlichen Stadt im Mittelpunkt der Ferienaktion, mittwochs sind es die Erfinder und Forscher des 16. Jahrhunderts, donnerstags sind die großen Entdeckungsreisen rund um den Globus, freitags die Erfindung der Uhr und der Zeitmessung, samstags lernt man Ritter und Landsknechte näher kennen und sonntags geht es bei "Post per Ross" um die Nachrichtenübermittlung zu Luthers Zeiten.

Mit dem Ferienpass ist auch der Eintritt in das Kindermuseum während der gesamten Sommerferien frei. Der Ferienpass kann an der Kasse des Museums erworben werden.


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