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Kinokritk: "The Gentlemen" - Ein Gangsterfilm mal anders


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Kinokritk: "The Gentlemen" - Ein Gangsterfilm mal anders

Am gestrigen Mittwoch lief "The Gentlemen" im Astor Filmtheater in Braunschweig an.

von Julia Seidel


Wird es zu einem lukrativen Deal für Mickey Pearson kommen? Foto: Astor / Video: Julia Seidel

Braunschweig. Am gestrigen Mittwoch lief im Astor Filmtheater in Braunschweig Guy Ritchies neuer Film "The Gentlemen" an. Nachdem der Film mit Matthew McConaughey, Charlie Hunnam, Henry Golding und Michelle Dockery in den Hauptrollen sowie Colin Farrell und Hugh Grant bereits am 3. Dezember in London Premiere feierte, ist er nun auch in den deutschen Kinos zu sehen. Ob es sich lohnt den Film im Kino zu sehen, verraten unsere Filmkritiker.

"The Gentlemen" liefert nicht nur ein großes Staraufgebot, sondern eine gut durchdachte Storyline, die im Laufe der Geschichte immer mehr an Fahrt aufnimmt. Eine außergewöhnliche Erzählweise, welche stellenweise an Streifen von Quentin Tarantino erinnert, fordert den Zuschauer zum Mitdenken auf.

Inhalt


Der Exilamerikaner in London Mickey Pearson möchte ein halbwegs ehrbarer Bürger werden. Dazu will er einen möglichst lukrativen Deal für sein gut gehendes Marihuana-Imperium machen. Es gibt eine Menge Interessenten, die ohne viel zu zahlen, seinen Laden übernehmen wollen, unter anderem die chinesische Mafia. Alle sind auf ihre Weise skrupellos und haben keine Bedenken wegen Kollateralschäden.

Trailer




Kritik



"The Gentlemen" erzählt eine Geschichte um den Boss eines Marihuana-Imperiums. Die Story steigt am Ende ein und rollt die Handlung von hinten auf. So kommt es zu einer interessanten und den Zuschauer mitreißenden Erzählweise. Eine Geschichte in der Geschichte zu erzählen ist nicht neu, dennoch in diesem Film so umgesetzt, dass sie zum Mitdenken einlädt. Stück für Stück baut sich die Storyline auf und nach und nach werden die Zusammenhänge sichtbar. Dies lässt den Film nicht langweilig werden, da die Fragen "Wer hat welches Verbrechen begangen?", "Wer steckt mit wem unter einer Decke?" und "Wie hängt alles zusammen?" ständig präsent sind. Außerdem können sich die Zuschauer hier auf einige interessante Wendungen freuen.

Trotz einer gelungenen Story und gute Schauspieler hinterlässt der Film stellenweise einen bitteren Beigeschmack, so tauchen in den Dialogen die ein oder anderen sexistischen und rassistischen Äußerungen auf, die für sich genommen nicht überzeichnet genug dargestellt wurden, um für ein stilistisches Mittel zu stehen.

Alles in allem überzeugt der Film dennoch mit einer guten Mischung aus Humor und Action, die den Kinogang alles andere als langweilig werden lässt.

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