Peine

Kirche unterwegs machte Station im Kreismuseum


Dieses Jahr gestaltete zum ersten Mal die neue Leiterin des Museums Dr. Doreen Götzky gemeinsam mit Pastor Frank Niemann den Gottesdienst. Fotos: Kirchenkreis Peine
Dieses Jahr gestaltete zum ersten Mal die neue Leiterin des Museums Dr. Doreen Götzky gemeinsam mit Pastor Frank Niemann den Gottesdienst. Fotos: Kirchenkreis Peine Foto: Kirchenkreis Peine

Artikel teilen per:

18.02.2018

Peine. Es gehört laut Pressemitteilung des Kirchenkreises Peine schon zur guten Tradition, dass die St.-Jakobi-Kirche an einem Sonntag im Februar kalt bleibt und die Gemeinde stattdessen im Kreismuseum Gottesdienst feiert. Dieses Jahr gestaltete zum ersten Mal die neue Leiterin des Museums Dr. Doreen Götzky gemeinsam mit Pastor Frank Niemann den Gottesdienst.



Das Motto lautete „Bewahren“ – ein Begriff, der Kirche und Museum eint. Für den musikalischen Rahmen sorgte Kirchenkreiskantor Christof Pannes am E-Piano. „Christen sind voller Vertrauen, voll des Glaubens in das Bewahrtwerden in Gottes Hand. Ich bin unter seinem Schutz und Segen und kann daraufhin mein Leben leben. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist das aktive Bewahren, für das ich mich entscheide. Das passt zu beiden Institutionen, Museum und Kirche“, sagte Pastor Niemann. Besonders wichtig seien im Christentum das Bewahren und die Weitergabe von Glaubensinhalten und Werten. Damit sei nicht das starre Einfrieren von Traditionen gemeint, sondern die Bewahrung des Alten neu aufzubereiten und Akzente zu setzen, die in die Gegenwart passen.
[image=5e177151785549ede64de86f]


„Sammeln und Bewahren gehört zu den Kernaufgaben eines Museums. Dafür wurde es mal erfunden. Aber die Auswahl, was aufbewahrt werden soll, ist gar nicht so einfach. Eigentlich müsste man in einem Museum für Gegenwartskultur alles aufheben, aber das stellt einen irgendwann vor ein unlösbares Problem. Wir haben im Moment 25000 Exponate und ich frage mich, was ist das Bewahren wert, wenn wir die Dinge nicht durch Ausstellen zum Leben erwecken können“, meinte Dr. Götzky. Die Gottesdienstgäste wurden dann aktiv in die Auswahl einbezogen und mussten per Kartenabstimmung entscheiden, ob man eher eine alte Familienbibel oder ein Milchkännchen mit Prilblumen in den Fundus des Museums aufnehmen sollte. Das Kännchen fiel mehrheitlich durch. Bei der Bibel waren die Meinungen schon geteilter. Der Gottesdienst endete mit dem Segen für die bevorstehende Woche. Im Anschluss gab es im Foyer des Museums noch Zeit für angeregte Gespräche bei Kaffee und Tee.

[image=5e177151785549ede64de870]


zur Startseite