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Kirchenmitglieder: Zahl der Austritte um 22 Prozent gesunken


Symbolfoto: Anke Donner
Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner)

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15.07.2016


Region. Rund 22,3 Millionen Menschen waren im Jahr 2015 Mitglied einer der 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das ist das Ergebnis der heute vom Kirchenamt in Hannover bekanntgegebenen jüngsten Mitgliederstatistik der EKD. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 gehörten insgesamt 22.271.927 Menschen der evangelischen Kirche an.

Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, nahm die Bekanntgabe der Zahlen zum Anlass, sich bei den Mitgliedern für das gemeinsame Mitwirken an der Kirche Jesu Christi zu bedanken: „Mit großer Dankbarkeit blicke ich auf das Engagement, mit dem Menschen überall in Deutschland für ihren Glauben und ihre Kirche einstehen“, so Bedford-Strohm. „Dass heute mehr als 56 Prozent der Menschen in Deutschland aus Freiheit einer der beiden großen christlichen Kirchen angehören und sich in vielfältiger Weise für ein christliches Miteinander in Deutschland einsetzen, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit.“ Die evangelische Kirche werde weiter alles daran setzen, die Kraft des Evangeliums in allen Dimensionen öffentlich zum Ausdruck zu bringen. „Von dieser Kraft lebt die Kirche. Deshalb bin ich für die Zukunft der Kirche zuversichtlich.“

Die Zahl der Austritte aus der evangelischen Kirche ging im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um rund 22 Prozent auf 210.000 zurück. Im selben Zeitraum gab es bundesweit rund 175.000 evangelische Taufen und 25.000 Aufnahmen. Die gegenüber dem Vorjahr rückläufige Mitgliederzahl ist nicht zuletzt auch auf den demographischen Wandel in Deutschland zurückzuführen: Im Jahr 2015 verstarben rund 350.000 Mitglieder der evangelischen Kirche.


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