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"Kissenbrück wächst zu schnell" - Online-Petition gegen weiteres Neubaugebiet

In Kissenbrück wird das nächste Neubaugebiet geplant. Anwohner fürchten jetzt, dass der dörfliche Charakter des Ortes verloren gehen könnte.

von Julia Seidel


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Anke Donner

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06.02.2020

Kissenbrück. Nachdem in den letzten Jahren das Kissenbrücker Neubaugebiet "Am Golfplatz" nach einigen Startschwierigkeiten erschlossen wurde, ist nun bereits ein weiteres geplant. Das Neubaugebiet "Am Staatsberg" soll etwa 48 neue Bauplätze beinhalten. In einer Online-Petition wird nun von den Kissenbrücker Einwohnern gegen das geplante Bauvorhaben vorgegangen.


"Kissenbrück wächst viel zu schnell. Das Baugebiet "Am Golfplatz" ist noch nicht mal fertig und schon soll das nächste kommen", kritisiert Franziska Bennecke, Initiatorin der Petition und Kissenbrückerin. Die Neubaugebiete "Am Golfplatz" und "Am Staatsberg" würden zusammen auf etwa 65 bis 70 Bauplätze kommen. Schule und Kindergarten hätten für einen solchen Zuwachs in so kurzer Zeit keine Kapazitäten. Darüber hinaus würde der Verkehr an der Schule so nochmal zunehmen, da das Neubaugebiet über eine Ringstraße vom Staatsberg in den Vahlberger Weg erschlossen werden solle.

"Die geplante Bebauung mit zwei vollen Geschossen und einer Traufhöhe bis 7,50 Meter zuzüglich Dach ist aufgrund der Umgebungsbebauung unangemessen. Das angrenzende Sommerfeld liegt sowieso schon topografisch tiefer und würde dadurch die direkten Nachbarn zu sehr negativ beeinflussen", heißt es in der Begründung der Online-Petition.

Angst um den dörflichen Charakter



"Ich bin nicht grundsätzlich gegen Neubaugebiete", betont Franziska Bennecke gegenüber regionalHeute.de. "Bei dieser Planung entsteht jedoch der starke Eindruck, dass die Bauplanung hier die wirtschaftlichen Interessen in den Vordergrund stellt und nicht die Einfügung in die vorhandene Bebauung und Infrastruktur."

Ebenso sehen dies einige der Unterzeichner der Petition. In den Kommentaren kritisieren Anwohner hier vor allem, dass der dörfliche Charakter des Ortes verloren gehe. Es habe sich in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass die neu Zugezogenen keinerlei Interesse daran hätten sich im Dorf einzubringen. Die Petition soll Bürgermeister Gerhard Wiche vorgelegt werden.


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