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Kita-Bau gegen Platzmangel: Aber wo kommen die Erzieher her?



Salzgitter

Kita-Bau gegen Platzmangel: Aber wo kommen die Erzieher her?

von Alexander Panknin


Neue Kitas sind der erste Schritt, aber es muss auch personal her. Collage: Alexander Panknin
Neue Kitas sind der erste Schritt, aber es muss auch personal her. Collage: Alexander Panknin Foto: Archiv

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Salzgitter. Erst am gestrigen Mittwoch wurden aktuelle Zahlen zum Kitaplatzmangel im Finanzausschuss besprochen. Ganze 582 Plätze müssen geschaffen werden (regionalHeute.de berichtete). Um dem entgegenzuwirken, ist sowohl der Neu- als auch Umbau von Kitas geplant. Doch wie begegnet die Stadt dem landesweiten Erziehermangel? Schließlich braucht es auch Personal für die neuen Gruppen.



regionalHeute.de hat die Verwaltung mit der Frage konfrontiert, diese reagierte allerdings gelassen:

Die Stadt Salzgitter betreibe selber keine eigenen Kindertagesstätten, stehe allerdings in enger Kooperation mit den verschiedenen Trägern der Kitas.Die Anzahl der benötigten Erzieher sei abhängig von der Gruppengröße und Zusammensetzung.Der gesetzlich vorgeschriebene Betreuungsschlüssel besagt, dass pro Kita-Gruppezu 25 Kinderje zweiFachkräfte und für denKrippenbereich zwei Fachkräfte bei 15 Kinder zu planen sind. Ab dem 12. Krippenkind werden drei Kräfte benötigt.Bisher seien aber alle vakanten Stellen von den Trägern besetzt worden - hier gebe es kein Problem.


Attraktive Stellen für Erzieher?


Da die Stadt selbst nicht Anstellungsträger ist, wurden bisher auch keine weiteren Maßnahmen unternommen, Erzieher zu akquirieren. Besonders die Kitas mit innovativen Konzepten, wie zum Beispiel 24 Stunden-Kitas, stoßen auf großes Interesse bei potentiellen Bewerbern und haben wenig Besetzungsprobleme. Die neue Kita habe bereits ebenfalls ein interessantes Konzept, so die Stadt (regionalHeute.de berichtete).

Durch die Schaffung guter qualifizierter Arbeitsbedingungen in den Kitas, zum Beispiel durch vielfältige Fortbildungsangebote, Coaching- und Supervisionsangebote werde eine unterstützende Arbeitsatmosphäre geschaffen. Weiterhin gebe es eine enge Kooperation mit der BBS. Pädagogische Fachkräfte aus den Kitas vermitteln ihre Sachkenntnisse aus der Praxis in den Ausbildungsklassen. Durch die Teilnahme am QuiK Projekt können potentieller Interessenten für die Sozialassistentenausbildung gewonnen werden. Weiterhin sollen dieAusbildungskapazitäten in der BBS erweitert werden. Dadurch soll es neue Klassen für Erzieher und Sozialassistenten, und ein Klasse für Quereinsteiger geben.

Umfassende Netzwerkarbeit und gute Außenkontakte sollenim Kreise der Kita-Fachkräfte für einen hohen Bekanntheitsgrad der positiven Arbeitsbedingungen über die Stadtgrenzen hinaus sorgen.

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