Region. "Für die Kitas, Krippen und Horte gilt weiterhin bis zu den Sommerferien die Notbetreuung. Dem Bedarf nach einer Betreuung von Kindern soll dadurch nachgekommen werden, dass die Härtefallregelung gelockert wird." Dies gab Kultusminister Grant Hendrik Tonne in einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag bekannt.
Dabei solle auch sichergestellt sein, dass Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen die Notbetreuung nutzen können. "Das Ausdehnen wird mehr Kapazitäten ermöglichen, aber trotzdem bleibt der Aufruf: Wer seine Kinder zu Hause betreuen kann, soll das auch weiterhin machen." Dies treffe zum Beispiel auf Familien zu, wo nur ein Elternteil arbeiten geht, Homeoffice geleistet werden kann oder eine andere Betreuung möglich sei. Für die Ausweitung der Notbetreuung befinde sich das Kultusministerium in Gesprächen mit den kommunalen Spitzenverbänden. Hierfür sollen laut dem Kultusminister klare Vorgaben erarbeitet werden: "Unser Ziel ist es, verlässliche und klare vorgaben zu machen. Wir möchten niemanden durch ein langes Prüfungsverfahren quälen, dafür hat auch keiner Zeit und Ressourcen. Aber das macht auch gleich die Herausforderung klar. Man muss eine Definition finden, die klar ist, gleichzeitig aber auch so eingrenzend um zu verdeutlichen, wer einen Anspruch hat und wer nicht." Gleichzeitig wolle man aber auch den vielen Einzelfällen gerecht werden, die durch so ein Regelwerk gar nicht erfasst werden könnten. "Eine große Herausforderung", so der Kultusminister abschließend.
Kinder sind "Infektionsbeschleuniger"
Kinder seien daher, je jünger sie sind, sogenannte "Infektionsbeschleuniger" und könnten dazu beitragen, dass sich eine Infektion umso schneller verbreitet - beim Coronavirus wiegt dies besonders schwer, da die Kinder von einem symptomatischen Ausbruch der Krankheit kaum betroffen sind, das Virus aber übertragen können. Kultusminister Tonne fasst zusammen: "Die Notbetreuung greift nur, wenn der Einzelfall es erfordert, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wo es keine anderen Möglichkeiten gibt. Es heißt aber nicht, dass jetzt jedes zweite Kind in Notbetreuung gehen kann."