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Klare Kante: Verwaltungsausschuss beschließt Antisemitismusresolution



Klare Kante: Verwaltungsausschuss beschließt Antisemitismusresolution

Die Stadt will vor allem in städtischen Einrichtungen keine antisemitischen Äußerungen dulden, auch gegen Boykott israelischer Unternehmen, Waren und Wissenschaftler wehre man sich.

Symbolfoto: Marvin König
Symbolfoto: Marvin König Foto: Marvin König

Wolfenbüttel. Die wachsende Bedrohung durch Antisemitismus, die in den vergangenen Tagen in ganz Deutschland zu beobachten war, beunruhigt auch Rat und Verwaltung in Wolfenbüttel. Antisemitismus sei nicht nur als Angriff auf Jüdinnen und Juden, sondern als Angriff auf die Grundwerte einer jeden Demokratie und pluralistischen Gesellschaft zu verstehen. In seiner jüngsten Sitzung hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Wolfenbüttel daher eine Antisemitismusresolution beschlossen. Das berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung.



Der Resolution zufolge sei jeder Form des Antisemitismus schon im Entstehen in aller Konsequenz entschlossen entgegenzutreten und ist der Aufruf zum Boykott von israelischen Waren oder Unternehmen sowie von israelischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Künstlerinnen und Künstlern oder Sportlerinnen und Sportlern zu verurteilen. Räumlichkeiten und Einrichtungen, die unter städtischer Verwaltung stehen, sind keinen Organisationen, die sich antisemitisch äußern oder das Existenzrecht Israels in Frage stellen, zur Verfügung zu stellen sowie sind keine Veranstaltungen mit derartigen Themen oder Zielrichtungen zu unterstützen. Auch sind keine Organisationen und/oder Projekte finanziell zu fördern, die das Existenzrecht Israels infrage stellen.


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