Wolfenbüttel

Kleinvieh soll Mist machen - Stadt warnt vor falschen Rechnungen


Stadt warnt vor falschen Rechnungen in E-Mails. Symbolfoto: Foto: Stadt Wolfenbüttel
Stadt warnt vor falschen Rechnungen in E-Mails. Symbolfoto: Foto: Stadt Wolfenbüttel Foto: Stadt Wolfenbüttel

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29.07.2016




Wolfenbüttel. Aktuell füllen sich die E-Mail-Postfächer von Firmen und Privatpersonen wieder einmal mit angeblichen Rechnungen der Firma .DE Deutsche Domain - auch die Stadt Wolfenbüttel wurde mit einer „beglückt“. In der nachfolgenden Pressemitteilung der Stadt wird vor solchen falschen E-Mails gewarnt.

Die Masche, die dahinter steckt ist nicht neu: Es werden Rechnungen verschickt, die eigentlich gar keine sind, allerdings werden diese aufgrund ihrer Aufmachung vom Empfänger als solche wahrgenommen und in vielen Fällen bezahlt. Insbesondere Firmen werden bei den verlangten Summen nicht misstrauisch und eine Rechnung für die Internetdomain ist ja auch normal. Für den Empfänger des Geldes bedeutet das am Ende: Kleinvieh macht auch Mist. Mist ist es auch, Forderungen dieser Art, ohne gründliche Prüfung zu begleichen. Im Fall der „Rechnung“ der Firma .DE Deutsche Domain wird man beim Prüfen aber schnell über einige Ungereimtheiten stolpern. So ist kein Rechnungsempfänger angegeben. Auch fehlen die gesetzlichen Pflichtangaben wie Steuernummer und Umsatzsteuer-ID des leistenden Unternehmens. Die angeführte Rufnummer des Kundendienstes in Berlin ist ebenfalls nicht existent und eine eigene Internetseite hat die Firma auch nicht.

Nimmt man dann noch eine Lupe zur Hand, um das wirklich Kleingedruckte zu lesen, erfährt man , dass es sich eben nicht um eine Rechnung, sondern ein Angebot handelt : „Wir möchten sie darüber informieren, dass sie in zukunft unsere rechnung ausschliesslich im digitalen format erhalten werden. weiterhin haben sie die möglichkeit, sowohl vor dem erhalt als auch nach dem erhalt unserer rechnung die daten ihrer gesellschaft zu ändern, indem sie uns Ihre geänderten kundendaten per E- mail mitteilen unter angabe ihrer kundennummer und rechnungsnummer. Basierend auf dem vorgenannten angebot, welches der rechnung im falle der annahme durch sie zugrundeliegen wird, werden wir für sie die folgenden dienstleitungen durchführen: die anmeldung des domain- zusatzes .eu oder .info, welcher Ihrem aktuellen domainnamen hinzugefügt wird. Sofern sie mit dem oben dargestellten einverstanden sind, wird Ihre domainregistrierung für den oben genannten zeitraum gültig sein. Achten sie bitte darauf. Dies ist ein angebot und keine rechnung, die zahlung auf dieses angebot hin wird als annahme des angebotes oder auftragsbestätigung verstanden. Für den fall der nichtzahlung wird dieses anmeldung hinfällig und der domain zusatz wird für dritte parteien verfügbar sein.“

Auf Groß- und Kleinschreibung haben die Firmeninhaber hier wohl bewusst verzichtet, da sie vermutlich davon ausgehen, dass der Text sowieso nicht gelesen wird. Das Konto, auf das die Rechnungssumme übrigens überwiesen werden soll, ist bei einer Bank in Spanien. Hier wieder an bereits überwiesene Euro heranzukommen, könnte schwierig werden.

Verbraucherzentrale gibt Tipps


Auch die Verbraucherzentrale warnt seit längerer Zeit vor der Masche und gibt folgende Tipps:



- Überweisen Sie kein Geld an jemanden, der nicht mal Ihren Namen kennt und eine "Rechnung" nicht an Sie persönlich adressiert.

- Bezahlen Sie nicht für eine Leistung, von der Sie nichts wissen beziehungsweise die Sie nicht in Anspruch genommen haben.

- Löschen Sie diese E-Mail einfach.


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