Braunschweig

Klinikum Braunschweig: Palliativbereich umgebaut


Das Braunschweiger Klinikum hat die Paliativräume neu gestaltet und ausgebaut. Foto: Klinikum Braunschweig / Jörg Scheibe
Das Braunschweiger Klinikum hat die Paliativräume neu gestaltet und ausgebaut. Foto: Klinikum Braunschweig / Jörg Scheibe

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15.02.2017

Braunschweig. Im Klinikum Braunschweig wurde die Station MHO2 jetzt in einen Palliativbereich umgebaut. Dieser umfasst acht Betten (zwei Doppel- und vier Einzelzimmer). In den Einzelzimmern können auf Wunsch auch Begleitpersonen aufgenommen werden.



Ganz neu ist ein eigener Aufenthaltsraum mit Küchenzeile, der von den Patienten und ihren Angehörigen, aber auch für therapeutische Zwecke genutzt werden kann.

„Der Palliativbereich ist integraler Bestandteil des Onkologischen Zentrums“, erläutert Oberärztin Dr. Frauke Rösick von der Medizinische Klinik III; Hämatologie und Onkologie. Behandelt werden demnach Patienten mit nicht heilbaren Tumorerkrankungen. Ziel ist es jedoch nicht, ausschließlich Patienten in der unmittelbaren „Finalphase“ zu begleiten. Etwa 90 Prozent der Behandelten werden nach ein- bis zweiwöchiger Therapie wieder entlassen. Aufgenommen werden Patienten, die sich in einer kritischen Phase ihrer Erkrankung befinden und eines hohen Bedarfs an Informationen, Beratung, therapeutischer Begleitung und Zuwendung bedürfen. Wird die Diagnose einer nicht heilbaren Krebserkrankung gestellt, so bedeutet dies für die Betroffenen eine Zäsur in ihrem Leben mit weitreichenden Folgen auf der körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Ebene.

Im palliativmedizinischen Ansatz werden die Patienten daher multiprofessional betreut. Dem Team gehören außer Ärzten und Pflegenden Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Sozialarbeiter, eine Seelsorgerin und ein Kunsttherapeut an. Auch die Ernährungsberatung ist ein wichtiger Aspekt. Die Angehörigen der Patienten werden in die Betreuung und Beratung einbezogen.

Mit jedem Patienten wird gemeinsam ein individueller Therapieplan erstellt, um die Betroffenen optimal zu behandeln. Im geschützten Umfeld und mit Unterstützung gelingt es den meisten Patienten, im Rahmen ihrer Erkrankung persönliche Perspektiven zu entwickeln und Wünsche oder Ziele für die verbleibende Lebenszeit zu formulieren. „Die Behandlung umfasst auch eine umfangreiche Beratung und Planung sowie Organisation der weiteren Pflege des Patienten in enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten, ambulanten Pflegediensten, Palliative Care Teams und dem ambulanten Hospizdienst, aber auch stationären Einrichtungen und dem Hospiz“, so Dr. Rösick.


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