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Klinikum und Hospizverein verstärken Kooperation

von Jan Borner


Claudia Schütte und Angelika Herzog vom Hospizverein, Chefarzt Prof. Dr. Kinan Rifai, Dr. Mechthild Altenhoff von der Palliativeinheit, sowie Aria Schnabel und Monika Reinke vom Pflegepersonal. Foto: Jan Borner
Claudia Schütte und Angelika Herzog vom Hospizverein, Chefarzt Prof. Dr. Kinan Rifai, Dr. Mechthild Altenhoff von der Palliativeinheit, sowie Aria Schnabel und Monika Reinke vom Pflegepersonal. Foto: Jan Borner Foto: Jan Borner

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10.02.2016


Wolfenbüttel. Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel hat mit dem Hospizverein Wolfenbüttel eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Auf Wunsch von Patienten können seit Januar ehrenamtliche Hospizbegleiter die stationäre und ambulante Behandlung begleiten und unterstützen.

"Oft geht es einfach darum, da zu sein. Es ist beruhigend, wenn Jemand da ist und mit einem spricht", erklärt Angelika Herzog, Koordinatorin vom Hospizverein. Oft hätten die Menschen aber auch noch Wünsche, über die man spricht, um gemeinsam eine Lösung zu finden, diese Wünsche zu erfüllen. Seit zehn Jahren begleitet der Hospizverein Wolfenbüttel nun schon Schwerstkranke und Sterbende. 32 Ehrenamtliche engagieren sich in dem Verein, die mit Praktika und einem Kurs über mehrere Monate hinweg auf ihre Arbeit vorbereitet werden. Eine Zusammenarbeit mit dem Klinikum habe es schon länger gegeben, betont Dagmar Ammon, vom Vorstand des Hospizvereins. Schließlich seien bereits einige Menschen, die von dem Hospizverein betreut und begleitet worden, auch zeitweise im Klinikum gewesen. Auch praktische Fortbildungen für die Ehrenamtlichen habe es schon im Klinikum gegeben. Um die Zusammenarbeit aber weiter zu stärken, hat das Städtische Klinikum Wolfenbüttel mit dem Hospizverein eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Auf Wunsch des Patienten


Ziel dieser Vereinbarung ist es, die Ehrenamtlichen des Hospizvereins auf Wunsch des Patienten früh mit einzubeziehen, damit sie dem Patienten, sowie seinen Angehörigen schnell zur Seite stehen können. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter können so die stationäre und die weiterführende ambulante Behandlung als Ergänzung des therapeutischen und multiprofessionellen Teams der Palliativeinheit des Klinikums unterstützen. Wie Chefarzt Prof. Dr. Kinan Rifai betont, gibt es oft den kritischen Punkt, wenn die Patienten das Klinikum verlassen. Schließlich sollen die schwerkranken Menschen nach ihrer Entlassung weiter entsprechend betreut werden. Hier sei es gut, wenn es schon während des Aufenthalts im Klinikum einen Kontakt zu einem Ehrenamtlichen des Hospizvereins gab, der den Patienten weiter betreut. Der Übergang vom Aufenthalt im Klinikum zu dem Aufenthalt zu Hause könne so auch erleichtert werden.

Weiterbildungen im Klinikum


Mit der neuen Kooperationsvereinbarung steht der Hospizverein mit seinem Angebot an Beratung und Begleitung allen Stationen des Klinikums zur Verfügung. Im Gegenzug wolle das Klinikum den Hospizverein nach Absprache mit Fachwissen, Weiterbildungen und Nutzung von Räumlichkeiten unterstützen.


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