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Konfetti-Problem: Wie die Traumhochzeit der Umwelt schadet



Wolfenbüttel

Konfetti-Problem: Wie die Traumhochzeit der Umwelt schadet


Konfettikanonen zur Hochzeit? Es geht umweltfreundlicher. Foto: Stadt Wolfenbüttel
Konfettikanonen zur Hochzeit? Es geht umweltfreundlicher. Foto: Stadt Wolfenbüttel

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Wolfenbüttel. Konfettikanonen mit Metallic-Streifen, Herzen oder Schmetterlingen zur Hochzeit abzufeuern, liegt derzeit voll im Trend. Frisch getraute Eheleute werden vor und hinter dem historischen Wolfenbütteler Standesamt von Angehörigen und Freunden neuerdings gern mit einem Konfetti-Regen begrüßt. Was zwar schön aussieht, kann allerdings irgendwann auch mal zum Problem werden.



„Hochzeitsgäste hinterlassen damit leider jede Menge Plastikmüll, der meist gar nicht oder nur unvollständig wieder eingesammelt wird. Das auf diese Art im Freien verstreute Konfetti bleibe, was die meisten Leute verdrängen, der Natur noch auf Jahrhunderte erhalten. Es ist fast unmöglich, alles wieder aufzusammeln – sei es, weil es vom Winde verweht wird und plötzlich in der gesamten Innenstadt zu finden ist, sich zwischen Steine und andere Ritzen klemmt, in die Oker geweht wird oder die Gullys verstopft. Zudem könne es sogar für Stürze verantwortlich sein, denn nasses Konfetti wird sehr rutschig. Wo bleibt da dann noch die Romantik?", schreibt die Stadt Wolfenbüttel in ihrer Pressemitteilung.


Seifenblasen als Alternative


Für die Mitarbeiter der städtischen Betriebe oder die Reinigungskräfte im Rathaus und den Geschäften in der Innenstadt bedeute das Konfetti einen enormen Mehraufwand, da es relativ schwer zu entfernen sei, insbesondere, wenn es feucht geworden ist. Daher ein Appell seitens der Stadt an alle Hochzeitsgäste: „Denken Sie bitte vorher nach, wie es mit der Entsorgung aussieht und ob durch die verwendeten Materialien Umweltschäden entstehen können." Es gebe zudem Alternativen, zum Beispiel Seifenblasen, die ebenso romantisch aber wesentlich umweltverträglicher und sicherer seien. Die künftigen Brautpaare und deren Gesellschaften werden gebeten, auf diese Art von „Überraschung“ zu verzichten.


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