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Konjunktur-, Arbeitsmarkt- und Finanzdaten: Diese Auswirkungen hat die Corona-Pandemie



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Konjunktur-, Arbeitsmarkt- und Finanzdaten: Diese Auswirkungen hat die Corona-Pandemie

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel in Niedersachsen im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum preisbereinigt um 7,3 Prozent (Deutschland: -6,6 Prozent).

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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Region. Aktuelle Konjunktur-, Arbeitsmarkt- und Finanzdaten zeigen die Veränderungen im Corona-Pandemie-Jahr 2020 in Niedersachsen. Sie ergänzen die Jahresergebnisse für das Referenzjahr 2019, die kürzlich im Niedersachsen-Monitor 2020 veröffentlicht wurden, teilte das Landesamt für Statistik Niedersachsen mit. Informationen zu aktuellen Entwicklungen liefern monatliche Konjunkturindikatoren wie Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe, Übernachtungen im Tourismus und Inflationsraten, die letztendlich in das Jahresergebnis des Bruttoinlandsprodukts 2020 einfließen.



Bei den Auftragseingängen habe das Verarbeitende Gewerbe in Niedersachsen im Oktober 2020 ein Plus von 4,1 Prozent (vorläufiges Ergebnis) im Vergleich zum Vorjahresmonat (Deutschland: +2,4 Prozent, vorläufig) verzeichnet. In Niedersachsen hätten sich im April 2020 die bislang stärksten Auswirkungen der Corona-Pandemie gegenüber April 2019 mit einem Auftragsrückgang von fast 46 Prozent gezeigt. In den Folgemonaten habe es eine Erholung gegeben: Aber noch im September 2020 hätten die Auftragseingänge in Niedersachsen 4,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats (Deutschland: +1,9 Prozent) gelegen.

Im Tourismus sei die Zahl der gebuchten Übernachtungen in Niedersachsen für die ersten drei Quartale des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel (-32,7 Prozent) auf 24,8 Millionen zurückgegangen. Von Januar bis September 2020 seien über 7,3 Millionen Gäste nach Niedersachsen gekommen; das wären 39,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (Deutschland: -42,8 Prozent) gewesen.


Die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat - wäre in Niedersachsen seit Juli 2020 negativ gewesen und werde im November 2020 voraussichtlich -0,5 Prozent betragen (Deutschland: -0,3 Prozent). Die Inflationsrate sei unter anderem durch die seit 1. Juli 2020 geltende Mehrwertsteuersenkung beeinflusst.

Die Arbeitslosenquote habe in Niedersachsen im November 2020 mit 5,7 Prozent um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (Deutschland: 5,9 Prozent; +1,1 Prozentpunkte) gelegen. Die Arbeitslosenquote sei in Niedersachsen ab April 2020 bis auf 6,3 Prozent im August 2020 (Deutschland: 6,4 Prozent) gestiegen und sei dann wieder leicht zurückgegangen.

Die Erwerbstätigenzahl (am Arbeitsort) habe sich im 2. Vierteljahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in allen Ländern verändert, in Niedersachsen um 1,2 Prozent (Deutschland: -1,3 Prozent). Anfang 2020 habe es noch einen leicht positiven Trend gegeben: Die Erwerbstätigenzahl (am Arbeitsort) habe sich im 1. Vierteljahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozent (Deutschland: +0,3 Prozent) erhöht.

Die Gewerbesteuereinnahmen in Niedersachsen seien in den ersten drei Quartalen 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 24 Prozent eingebrochen, auf 317,36 Euro pro Kopf (1.-3. Quartal 2019: 417,36 Euro pro Kopf). Von Januar bis September 2019 hätten die Gewerbesteuereinnahmen rund die Hälfte (49,5 Prozent) der kassenmäßigen Steuereinnahmen der Kommunen ausgemacht (843,67 Euro pro Kopf).


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