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Konzert im Skaterpark: Hip-Hop als Rapflektion



Braunschweig

Konzert im Skaterpark: Hip-Hop als Rapflektion

von Jan Borner


Die Teilnehmer des Workshops "Rapflektion" zeigen mit individuellen und persönlichen Texten was sie können. Fotos: Jan Borner
Die Teilnehmer des Workshops "Rapflektion" zeigen mit individuellen und persönlichen Texten was sie können. Fotos: Jan Borner Foto: Jan Borner

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Braunschweig. Im Rahmen des Ferienprojekts "Rapflektion" haben sich 22 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren gut eine Woche lang im Rap geübt. Sie haben an Beats gebastelt, Texte geschrieben, Takt und Rythmus geschaffen und am Ende ein ganzes Konzert auf die Beine gestellt. Am Samstagnachmittag zeigten die Kids, was sie gelernt haben: Selbstreflektion mit Flow.

Abschlusskonzert im Skatepark


Der Skatepark am Ringgleis schuf die perfekte Kulisse - Im Hintergrund rollten die Skateboards und während die Zuschauer vor Graffiti bemalten Wänden auf den Konzertanfang warteten, brachte der Bass schon mal langsam die Stimmung ins wallen. Wie viele kommen, sei letztlich nicht so wichtig, "Hauptsache es wird ein gemütlicher und lockerer Abschluss", erklärte der Rapper Carlos Utermöhlen, der den Rapflektion-Workshop geleitet hat, vor Konzertbeginn. Die Eltern, Geschwister und Freunde sollen so sehen, was die Teilnehmer des Kurses alles auf die Beine gestellt haben.

Die richtige Sprache


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Gegen Ende des Konzerts griff Workshop-Leiter Carlos Utermöhlen auch noch selbst zum Mikro. Foto: Jan Borner



Der Workshop gab den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich kreativ mit dem auseinanderzusetzen, was sie wirklich beschäftigt. Die eigene Gefühlswelt wurde rythmisch vertextet und letztlich mit Beats und Melodien zu Songs verarbeitet. Durch die Teamarbeit wurde von jedem ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, Kritikfähigkeit und Offenheit abverlangt. Der "Rapflektion"-Workshop hat mit seinem abschließenden Konzert bewiesen, dass es möglich ist, Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben, die gehört wird und dass sie den Mut haben können, ein Mikrofon zu nehmen, sich vor ein Publikum zu stellen und über das zu sprechen, was sie bewegt, beängstigt und verletzt. Es geht nur darum, die richtige Sprache zu finden. In dem Fall: Der Rap.


Organisation und Finanzierung


Finanziert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Ferienbildungsangebots talentCAMPus, das lokal von den Volkshochschulen organisiert wird. Der talentCAMPus ist ein Ferienbildungsprogramm für Kinder und Jugendliche, das sich zum Ziel gesetzt hat, kulturelle Themen ins Zentrum zu setzen und so gleichzeitig politische oder soziale Kompetenzen zu fördern. Für das talentCAMPus-Projekt "Rapflektion" haben die VHS Braunschweig GmbH als Initiator mit dem Kinder- und Jugendzentrum Rotation und dem Kulturpunkt West, den Rapper Carlos Utermöhlen mit ins Boot geholt, der mit seinem Workshop demnächst auch durch Südamerika reisen wird. Hier in Braunschweig hat er den Kurs zusammen mit Jakob Krüger geleitet, der den Jugendlichen das Basteln mit den Beats beibrachte.


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