Kosmisches Gipfeltreffen: Große Planetenparade steht bevor

In den kommenden Tagen lohnt sich nach Sonnenuntergang ein Blick an den Himmel: Eine sogenannte Planetenparade sorgt für ein seltenes astronomisches Schauspiel.

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In den kommenden Tagen erwartet uns ein seltenes Himmels-Schauspiel.
In den kommenden Tagen erwartet uns ein seltenes Himmels-Schauspiel. | Foto: Symbolfoto, KI-generiert mit Chat GPT

Region. In diesem Jahr warten einige tolle Ereignisse am Nachthimmel auf uns. Eines davon steht kurz bevor: die Planetenparade am 28. Februar. An diesem Abend sind gleich sechs Planeten unseres Sonnensystems gleichzeitig zu sehen und erscheinen aus Sicht der Erde wie auf einer Linie aufgereiht.



Zu sehen sind Neptun, Jupiter, Saturn, Uranus, Venus und Merkur. Sie verteilen sich entlang der sogenannten Ekliptik – jener gedachten Linie, auf der sich auch die Sonne und der Mond über den Himmel bewegen. Zwar stehen die Planeten nicht exakt in einer geraden Reihe, doch perspektivisch ergibt sich für Beobachter der Eindruck einer „Parade“.

Beste Beobachtungszeit kurz nach Sonnenuntergang


Die beste Zeit für die Beobachtung liegt etwa 30 bis 60 Minuten nach Sonnenuntergang. Dann ist der Himmel bereits dunkel genug, während die Planeten noch über dem Horizont stehen. Der Blick sollte dabei in Richtung Westen bis Südwesten gerichtet werden.

Mit bloßem Auge gut erkennbar sind vor allem Venus und Jupiter, die als besonders helle Lichtpunkte erscheinen. Auch Saturn und mit etwas Glück Merkur können ohne technische Hilfsmittel gesichtet werden. Für Uranus und Neptun hingegen ist mindestens ein Fernglas, besser noch ein kleines Teleskop erforderlich, da sie deutlich lichtschwächer sind.

Planeten leuchten ruhiger als Sterne


Ein einfacher Trick hilft bei der Unterscheidung: Sterne funkeln aufgrund der Erdatmosphäre, Planeten dagegen strahlen meist ruhiger und gleichmäßiger. Voraussetzung für eine erfolgreiche Beobachtung sind allerdings klare Sichtverhältnisse und ein möglichst freier Horizont ohne hohe Gebäude oder Bäume.

Die Venus als Wegweiser


Wenn jemand Schwierigkeiten hat, die Linie zu finden: Die Venus ist an diesem Abend der hellste "Stern" im Westen. Wenn man von dort aus eine gedachte Linie zum Mond (der an diesem Abend bei Jupiter steht) zieht, hat man die Bahn der Planetenparade gefunden.

Planeten schon vorher sichtbar


Auch wenn der 28. Februar als Haupttermin gilt, kann das Schauspiel – je nach Wetterlage – bereits an den Tagen davor oder danach ähnlich gut zu sehen sein. Für Hobbyastronomen und alle, die sich für den Nachthimmel begeistern, bietet sich damit eine seltene Gelegenheit, gleich mehrere Planeten unseres Sonnensystems gleichzeitig zu entdecken.