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Kosten für Bragida-Demos gehen wohl in die Millionen

von Robert Braumann


Durch die Bragida-Demos und die Gegendemonstranten ist seit langer Zeit erhöhter Polizeieinsatz nötig. Foto: Robert Braumann
Durch die Bragida-Demos und die Gegendemonstranten ist seit langer Zeit erhöhter Polizeieinsatz nötig. Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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12.05.2016


Braunschweig. Der Pegida-Ableger Bragida demonstriert nun schon seit über einem Jahr in der Löwenstadt. Immer wenn das islamfeindliche Bündnis auf die Straße ging, waren auch Gegendemonstranten zur Stelle. Die Versammlungen erforderten in der Vergangenheit einen massiven Polizeieinsatz. Die Kosten dafür dürften in die Millionen gehen.

Andrea Haase, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Polizeidirektion Braunschweig, sagte: "Zur Bewältigung von 58 Versammlungslagen waren 11.894 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforderlich, um diese Einsatzlagen in 63.780 Einsatzstunden zu bewältigen." Im Jahr 2015 habe man 37 Bragida-Versammlungen mit zirka 3.249 Teilnehmern verzeichnet. Diesen hätten zirka 19.625 Gegendemonstranten gegenüber gestanden und den Einsatz von 10.610 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erforderlich gemacht. Vom 01.01.2015, 18.00 Uhr bis 01.01.2016, 06.00 Uhr seien in diesem Zusammenhang im Einsatzleitsystem der Polizeidirektion Braunschweig 421 Einsätze verzeichnet. Dabei ginge es um verschiedene Dinge wie Platzverweise, Beledigungen, Körperverletzungen und Weiteres.  "Die bisherige Summe der Sachkosten (Verpflegung, Kfz, Beschaffung, Bekleidung und Einsatzgelder) der Bragida-Einsätze beträgt 74.442 Euro", so Haase weiter. Angaben zu den Personalkosten könne man nicht machen. Diese seien sehr kompliziert zu berechnen. Während einer öffentlichen Sitzung im Niedersächsischen Landtag wurde jedoch im Januar 2014 bekanntgegeben, dass der Stundensatz der Beamten während eines Fußballeinsatzes im Mai 2010 bei 56 Euro gelegen hätte. "Nach einer Erhöhung könne man mittlerweile von zirka 60 Euro die Stunde ausgehen", so Polizeisprecher Joachim Grande im vergangenen Jahr. Würde man diese vereinfachte Darstellung zu Grunde legen, dann hätten die Einsätze den Steuerzahler bereits mehrere Millionen gekostet.


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