Krankenkassen-Mitarbeiter streiken: Das fordert ver.di

Noch in dieser Woche sind Mitarbeiter der AOK landesweit von der Gewerkschaft ver.di zum Streik aufgerufen.

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Symbolbild. | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Region. Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der AOK in Niedersachsen und Bremen am 12. Februar zu Warnstreiks auf. Kundgebungen sind in Hannover und in Bremen geplant, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.



Der Schritt sei aus ver.di-Sicht deshalb notwendig, weil die Arbeitgeber-Seite in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hat. Stattdessen würden sie das Narrativ bedienen, die AOK-Beschäftigten müssten die Zeche für die Finanzkrise der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen. „Wir AOK-Beschäftigten kümmern uns jeden Tag um unsere Kunden – trotz hoher Arbeitsbelastung und stetig wachsendem Zeitdruck. Das nun die politisch unzureichende Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden soll, ist ein Skandal“, sagt Marina Albrecht. Sie ist Teil der ver.di-Verhandlungskommission und Mitglied der Bundestarifkommission der AOK Niedersachsen.

Das fordert ver.di


ver.di fordert für die Kollegen 7,5 Prozent mehr Entgelt, mindestens aber 375 Euro mehr pro Monat, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem soll künftig die Ausbildungszeit auf die Stufenlaufzeit anerkannt werden. Die vermögenswirksamen Leistungen sollen zudem erhöht werden. Für die Nachwuchskräfte soll die Azubi-Vergütung monatlich um 150 Euro erhöht werden.

„Dass die Tarifgemeinschaft AOK in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hat, zeigt deutlich, dass unsere Reallohnverluste und berechtigten Entgelt-Forderungen bislang von der Arbeitgeberin nicht ernst genommen werden“, sagt Janina Bohle. Sie ist ebenfalls Mitglied der Bundestarifkommission für die AOK Niedersachsen.