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Krawall in Flüchtlingsunterkunft - Fünf Personen in Gewahrsam



Wolfenbüttel

Krawall in Flüchtlingsunterkunft - Fünf Personen in Gewahrsam

von Werner Heise


Symbolbild. Archiv/Braumann
Symbolbild. Archiv/Braumann Foto: Robert Braumann

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Wolfenbüttel. Am Sonntagabend kam es zu Auseinandersetzungen an der Flüchtlingsunterkunft in der Langen Straße. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Mehrere Personen wurden in Gewahrsam genommen, ein Polizeibeamter wurde verletzt.



Wie Kriminalhauptkommissar Aldo Sigmund gegenüber regionalHeute.de berichtet, hätten zwei Asylbewerber, die nicht in der Flüchtlingsunterkunft an der Langen Straße wohnhaft sind, dort Hausfriedensbruch begangen. Der Sicherheitsdienst habe daraufhin die Polizei zu Hilfe gerufen, in der Folge sei es zu "Vebrüderungsaktionen" durch mehrere Bewohner gekommen. Verschiedene Straftaten seien dabei begangen worden, darunter Landfriedensbruch, Körperverletzung, Bedrohung und Widerstand. Ein Polizeibeamter sei am Schienbein verletzt worden, aber weiterhin dienstfähig.

Spekulationen in den sozialen Medien


In den sozialen Medien wird der Vorfall bereits diskutiert. Hier schwankt die Anzahl der eingesetzten Polizeibeamten zwischen 15 und 100. Offiziell kann die Polizei auf Nachfrage noch keine konkreten Zahlen nennen. Auch von einem verunfallten Streifenwagen ist auf Facebook die Rede. Hierüber hat die Polizei in Wolfenbüttel jedoch keine Kenntnis.

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Wie die Polizei Wolfenbüttel heute (9:50 Uhr) gegenüber regionalHeute.de bestätigt, sind die in Gewahrsam gesetzten Personen mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

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Ausder offiziellen Pressemitteilung der Polizei geht hervor, dass gegen 18.10 Uhrrandalierende Personen in der Flüchtlingsunterkunft an der Langen Straße gemeldet wurden. Zwei nicht in der Unterkunft wohnende Asylbewerber/ Flüchtlinge würdendort mit Stühlen um sich werfen und der Aufforderung des Sicherheitsdienstes, das Gelände zu verlassen, nicht nachkommen. Zwei Funkstreifenwagen begaben sich daraufhin umgehend zum Einsatzort und trafen dort zunächst auf etwa 20 Personen. Die Anzahl erhöhte sich späterauf etwa 30. Die beiden Randalierer wurden von den eingesetzten Polizeibeamten separiert und in die Funkstreifenwagen verbracht. Daraufhin bildete die weitere Menschenmenge schnell eine Front sowohl gegen den Sicherheitsdienst als auch gegen die eingesetzten Polizeibeamten. Unter anderem stellten sie sich vor die Funkstreifenwagen, so dass die beiden Randalierer nicht abtransportiert werden konnten. Im weiteren Verlauf des Einsatzes kam es zu Bedrohungen gegen die Polizisten, ein Polizeibeamter wurde durch einen Tritt am Bein leicht verletzt, mehrere Personen leisten Widerstand gegen die Polizeibeamten.

Insgesamt wurden fünf Asylbewerber/Flüchtlinge in Gewahrsam genommen und in das Polizeigewahrsam in Wolfenbüttel und Braunschweig verbracht. Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch, Nötigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung sowie Bedrohung und Landfriedensbruch werden gefertigt. Es waren insgesamt 14 Funkstreifenwagenbesatzungen aus Wolfenbüttel, Salzgitter und Braunschweig sowie eine Rettungswagenbesatzung im Einsatz.

Am Einsatzort fanden sich außerdem rund 100 Schaulustige ein, die teilweise die Arbeit der Einsatzkräfte behinderten.


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