Krieg gegen den Iran lässt die Preise steigen

Die Inflationsrate in Niedersachsen ist auf dem höchsten Stand seit Dezember 2024.

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Symbolbild | Foto: Pixabay

Niedersachsen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Niedersachsen hat sich im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent erhöht. Dies geht aus vorläufigen Ergebnissen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) hervor. Dies ist der höchste Wert seit Dezember 2024, berichtet das LSN in einer Pressemeldung.



Im Februar 2026 hatte die Inflationsrate bei 1,9 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im März 2026 um 1,1 Prozent.

Energiepreise inflationstreibend


Im März 2026 lagen die Energiepreise (+5,6 Prozent) insgesamt deutlich über dem Vorjahresniveau und trugen spürbar zur Gesamtteuerung bei. Infolge des Krieges im Nahen Osten kam es im März 2026 zu erheblichen Preisanstiegen bei Kraftstoffen und Heizöl. So verteuerten sich Kraftstoffe gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,4 Prozent, darunter Diesel (+30,8 Prozen) und Superbenzin (+14,7 Prozent).

Während Haushaltsenergie (-2,4 Prozent) insgesamt günstiger war als vor einem Jahr, zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher im März 2026 deutlich mehr für leichtes Heizöl (+38,1 Prozent) als im März 2025. Günstiger als vor einem Jahr waren hingegen Erdgas ohne Betriebskosten (-8,2 Prozent), feste Brennstoffe (-6,1 Prozent), Strom (-4,8 Prozent) und Fernwärme (-3,0 Prozent). Der Gesamtindex ohne Heizöl und Kraftstoffe stieg im Vergleich zu März 2025 um 2,0 Prozent.

Nahrungsmittel etwas teurer


In der Abteilung „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ erhöhten sich die Preise gegenüber März 2025 um 1,0 Prozent und lagen damit deutlich unter dem Gesamtanstieg von 2,6 Prozent. Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,0 Prozent, die Preise für alkoholfreie Getränke um 1,2 Prozent. Besonders deutlich fiel der Preisanstieg bei Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (+7,6 Prozent, darunter Schokolade: +12,4 Prozent) und Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten (+4,1 Prozent, darunter Fische und Fischfilets, frisch oder gekühlt: +8,0 Prozent) aus.

Auch die Preise für Fleisch und Fleischwaren (+4,0 Prozent, darunter Geflügelfleisch: +10,9 Prozent, Rind- und Kalbfleisch: +10,9 Prozent) waren im Vergleich zu März 2025 deutlich gestiegen. Bei den alkoholfreien Getränken stiegen die Preise für Kaffee, Tee und Kakao (+11,4 Prozent, darunter Kaffee +13,2 Prozent). Günstiger als vor einem Jahr waren insbesondere Speisefette und Speiseöle (-15,5 Prozent, darunter Butter: -26,9 Prozent). Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im März 2026 bei 2,6 Prozent.

Dienstleistungspreise auf hohem Niveau


Im März 2026 lagen die Preise für Dienstleistungen um 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau und trugen, wie bereits in den vergangenen Monaten, maßgeblich zur Inflation bei. Dabei stiegen die Preise für Nettokaltmieten mit 1,9 Prozent unterdurchschnittlich und wirkten dämpfend auf den Gesamtanstieg. Ohne Berücksichtigung der Nettokaltmieten erhöhten sich die Dienstleistungspreise um durchschnittlich 4,0 Prozent.

Hohe Preisanstiege gegenüber dem Vorjahresmonat gab es insbesondere bei der Personenbeförderung im Luftverkehr (+17,1 Prozent, darunter internationale Flüge: +17,8 Prozent) und den Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+6,8 Prozent, darunter Dienstleistungen der häuslichen Alten- und Behindertenpflege: +10,2 Prozent). Auch für die Wasserversorgung und andere Dienstleistungen für die Wohnung (+4,6 Prozent, darunter Müllabfuhr: +5,6 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im März 2026 spürbar mehr bezahlen als vor einem Jahr.