Braunschweig

Kriegsende und Kriegstotengedenken in St. Katharinen


Foto: Propstei Braunschweig

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29.01.2015


Braunschweig. Im Gedenkjahr zum Ende des 2. Weltkrieges finden in verschiedenen Gemeinden der Ev.-luth. Propstei Braunschweig zahlreiche Veranstaltungen und Gottesdienste zum Thema "Kriegsende" statt.

Auch St. Katharinen am Braunschweiger Hagenmarkt ist mit einigen Veranstaltungen dabei. Dienstag, 3. Februar 2015 um 19.00 Uhr verehren, betrauern, verdrängen. Das Kriegstotengedenken in Braunschweig am Beispiel von St. Katharinen. Die Braunschweiger Katharinengemeinde hat in der Dienstzeit von Pfarrer Martin Bücking ("Redner vom Schlossplatz") kurz nach dem 1. Weltkrieg eine eindrückliche Erinnerung an ihre im Weltkrieg gefallenen Gemeindeglieder entwickelt. Ein geradezu monumental anmutendes Denkmal wurde im nördlichen Seitenschiff in der Kirche am Braunschweiger Hagenmarkt eingerichtet. Dieses Denkmal hat in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg – zuerst aus gegebenem Anlass – wiederholt bemerkenswerte Veränderungen erfahren, bis dahin, dass es als Gefallenendenkmal inzwischen ganz unkenntlich geworden ist. Anhand dieser Vorgänge lässt sich mit Hilfe von Archiv- und Bildmaterial ein erstaunlicher Wandel zeigen. "Die Gedenkkultur einer Kirchengemeinde für ihre Kriegstoten braucht über die historische Aufklärung hinaus aber auch theologische Kriterien", erläutert Katharinenpfarrer Werner Busch eine Intention dieser Veranstaltung. Ansonsten bleibe das Kriegstotengedenken missverständlich und beziehungslos zum heutigen Leben. Die Katharinengemeinde öffnet hiermit eine innergemeindliche Diskussion bewusst für die Öffentlichkeit. "Denn unsere Kirchen gehören zum historischen Gedächtnis der Stadt", gibt Referent Werner Heinemann zu bedenken. Es gehe exemplarisch sowohl um grundsätzliche als auch praktische Herausforderungen der Gedenkkultur für Kriegstote, über in der Gemeinde öffentlich diskutiert werden sollte, sind sich die Referenten einig. Der Kirchenvorstand lädt alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.


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