Kriminalität in Nordost-Niedersachsen gesunken - Aufklärungsquote gestiegen

Die Polizeidirektion Lüneburg hat für ihren Zuständigkeitsbereich einen Rückgang der registrierten Straftaten im vergangenen Jahr verzeichnet.

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Bundespolizei (Archiv)
Bundespolizei (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Lüneburg. Die Polizeidirektion Lüneburg hat für ihren Zuständigkeitsbereich einen Rückgang der registrierten Straftaten im vergangenen Jahr verzeichnet. Wie die Behörde mitteilte, sank die Gesamtzahl der Fälle um 8,6 Prozent auf 72.402. Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote auf 64,61 Prozent gesteigert werden und liegt damit deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt.


Die Region um die Landkreise Celle, Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Rotenburg (Wümme), Stade und Uelzen gehöre weiterhin zu den sichersten in Niedersachsen. Bei einigen Delikten gab es jedoch Anstiege. So stieg die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle leicht auf 1.438 Fälle an.

Auch die Fallzahlen bei Raubdelikten und bei Straftaten gegen das Leben nahmen zu. Deutlich rückläufig waren dagegen die Diebstahlsdelikte insgesamt sowie die Internetkriminalität.

Die Zahl der Straftaten, bei denen ein Messer eingesetzt wurde, sank um 38 auf 465 Fälle, bleibt nach Einschätzung der Polizei aber auf hohem Niveau. Polizeipräsidentin Kathrin Schuol zeigte sich besorgt über die weiterhin hohe Gewalt gegen Einsatzkräfte. Im Jahr 2025 wurden 507 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte registriert, dabei wurden 213 Beamte leicht verletzt.

Jeder tätliche Angriff auf einen Polizeibeamten sei zugleich ein Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung, so Schuol. Der Anteil jugendlicher Tatverdächtiger an der Gesamtzahl sei leicht gesunken, während der Anteil der Kinder leicht gestiegen sei.


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