Salzgitter. Die aktuelle Kriminalstatistik für das Jahr 2025 zeigt in Salzgitter im Bereich der Gewaltkriminalität eine leicht positive Entwicklung. Doch die Gewalt unter Kindern und Jugendlcichen nimmt immer mehr zu.
Im Jahr 2025 wurden in der Stadt Salzgitter insgesamt 1.009 Körperverletzungsdelikte registriert. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 mit 1.043 Fällen ist damit ein leichter Rückgang der Gesamtfallzahlen festzustellen. Bei den insgesamt 1.009 Körperverletzungsdelikten liegen 685 Fälle von (vorsätzlicher einfacher) Körperverletzung und 275 Fälle von gefährlicher Körperverletzung vor. Im Bereich der Körperverletzung liegen die Fallzahlen auf Vorjahresniveau (687), während die Fälle von gefährlicher Körperverletzung um 7,41 Prozent von 297 auf 275 gefallen sind. Die Aufklärungsquote bewegt sich mit 90,58 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau.
Straftaten unter Jugendlichen nehmen insgesamt ab
Die Zahl der Straftaten, die durch Kinder und Jugendliche im Jahr 2025 begangen wurden, ist im Vergleich zum Vorjahr um 101 Fälle (10,06 Prozent) auf 903 gesunken. Davon wurden 215 Taten durch Kinder (unter 14 Jahre) begangen , 384 durch Jugendliche (14 bis 18 Jahre) und 304 durch Heranwachsende (18 bis 21 Jahre). Die Anteile der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden entsprechen einer normalen Schwankungsbreite im Vergleich der Vorjahre.
Steigende Tendenz
Die Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen zeige in den letzten Jahren insgesamt eine steigende Tendenz im Bereich der Jugendlichen, während sich die Zahlen bei Kindern und Heranwachsenden vergleichsweise stabil darstellen. Im Vergleich der Jahre 2024 und 2025 ist festzustellen, dass die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen erneut deutlich angestiegen ist und damit weiterhin den größten Anteil innerhalb der betrachteten Altersgruppen bildet. Bei den Kindern ist dagegen ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Die Gruppe der Heranwachsenden bewegt sich auf einem weitgehend konstanten Niveau mit nur geringen Veränderungen. Es zeigt sich damit insbesondere im Bereich der Jugendlichen eine weiterhin dynamische Entwicklung, während die übrigen Altersgruppen keine vergleichbar ausgeprägten Veränderungen aufweisen.
Für den Bereich der Stadt Salzgitter sind im Jahr 2025 18 Jugendliche und Heranwachsende als Intensivtäter eingestuft worden. Grundlage für diese Einstufung sind jeweils eine überdurchschnittlich hohe Anzahl begangener Straftaten, eine besondere kriminelle Auffälligkeit oder eine systematische beziehungsweise wiederholte Deliktsbegehung.
Mehr Gewalt unter Jugendlichen und Kindern
Die Fälle von Körperverletzungen unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen als Tatverdächtige ist auf den höchsten Wert (204) der letzten fünf Jahre angestiegen. Auch die Körperverletzungsdelikte im schulischen Kontext haben im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen. Straftaten, die durch Kinder und Jugendliche begangen werden, werden innerhalb der Polizei in einem spezialisierten Fachkommissariat bearbeitet. Dort bündeln die Ermittlerinnen ihre Erfahrungen im Umgang mit jugendtypischen Delikten, um die Taten zielgerichtet aufzuklären. Ergänzend dazu führt das Präventionsteam der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel eine Vielzahl von Projekten für Kinder und Jugendliche durch und steht in engem Austausch mit den Schulen, um frühzeitig über Risiken aufzuklären und Gewalt vorzubeugen.
„Die gestiegenen Zahlen im Deliktsfeld der Körperverletzung bei Kindern und Jugendlichen nehmen wir sehr ernst. Gleichzeitig leistet unser Präventionsteam in Schulen wichtige Aufklärungsarbeit, während Ermittlerinnen und Ermittler unseres spezialisierten Fachkommissariats diese Taten konsequent verfolgen. Beides sind wichtige Bausteine, um dieser Entwicklung wirksam zu begegnen.", so Imke Krysta, Leiterin der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel.

