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Kriminalstatistik: Wolfenbüttel sicherster Landkreis Niedersachsens

von Max Förster


Leiter des Polizeikommissariats Thomas Arth und Leiter des Kriminalermittlungsdienstes Andreas Twardowski stellten die Zahlen und Fakten der Kriminalstatistik vor. Foto: Max Förster
Leiter des Polizeikommissariats Thomas Arth und Leiter des Kriminalermittlungsdienstes Andreas Twardowski stellten die Zahlen und Fakten der Kriminalstatistik vor. Foto: Max Förster Foto: Max Förster

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15.03.2016


Wolfenbüttel. Am heutigen Dienstag stellte das Polizeikommissariat Wolfenbüttel die Kriminalstatistik für das Jahr 2015 vor. Hieraus gehen die Fallzahlen- und Aufklärungsquoten der Stadt und des Landkreises Wolfenbüttel hervor, die verdeutlichen, dass es sich bei Wolfenbüttel auch im Jahre 2015 wieder um den sichersten Landkreis Niedersachsens handelt.

Stadt und Landkreis Wolfenbüttel sind im Jahre 2015 noch sicherer geworden, so das Fazit von Andreas Twardowski (Leiter Kriminalermittlungsdienst) und Thomas Arth (derzeitiger Leiter des Polizeikommissariats). Im zurückliegenden Jahr konstatiert das Polizeikommissariat Wolfenbüttel nämlich insgesamt 4.542 Straftaten und somit einen Rückgang von 306 Straftaten im Vergleich zum Jahr 2014. Einen ähnlich niedrigen Wert habe es in den letzten 15 Jahren nicht gegeben, teilte Andreas Twardowski mit. Besonders hoch sei die Anzahl an einfachen Diebstählen (897), Vermögens- und Fälschungsdelikten (766), schweren Diebstählen (747), Sachbeschädigungen (605) und Körperverletzungen (435). Drei Fälle, die auch zu 100 Prozent aufgeklärt werden konnten, gehen auf Straftaten gegen das Leben zurück.

Aufklärungsquote gesunken


Insgesamt konnte man in 2015 im Vergleich zum Vorjahr 2014 allerdings weniger Straftaten aufklären, so Andreas Twardowski. Von den 4.542 Straften konnten 2.611 Straftaten aufgeklärt werden, was einer Quote von 57,49 Prozent entspricht, die somit im Vergleich zum Vorjahr um 3,84 Prozent gesunken ist. Lediglich in den Bereichen Straftaten gegen das Leben (±0), Sexualdelikte (+6,65 Prozent), einfache Diebstähle (+1,91 Prozent), Sachbeschädigungen (+1,13 Prozent) und Brandstiftungen (+2,37 Prozent) habe man eine gleichbleibende beziehungsweise höhere Aufklärungsquote generieren können. Das liege unter anderem daran, dass gerade im Bereich der schweren Diebstahl-, Rauschgift oder Vermögensdelikte nur wenige bis gar keine Spuren hinterlassen würden. "Eine qualitative Tataufnahme ist ein äußerst wichtiger Fakt", erklärte Thomas Arth. Aus diesem Grund habe man am 1. Oktober 2015 auch eine überörtlich zuständige Ermittlungsgruppe eingerichtet, um Tatzusammenhänge und Reisewege besser erkennen und Ermittlungen vereinfachen zu können.

Fallzahlen und Aufklärungsquoten in Stadt und Landkreis


Wolfenbüttel

Im Stadtgebiet wurden im vergangenen Jahr 2.810 Straftaten registriert, deutlich weniger als im Vorjahr (-94). Auffallend rückfällig sind: 267 Körperverletzungsdelikte (-38), 189 Rauschgiftdelikte (-74), 22 Sexualdelikte (-21) und 19 Raubdelikte (-neun). Gestiegen allerdings sind: 450 schweren Diebstähle (+40), 445 Vermögens- und Fälschungsdelikte (+14), 344 Sachbeschädigungen (+21) und 11 Brandstiftungen (+fünf). 52 Prozent der angezeigten Straftaten konnten aufgeklärt werden, das bedeutet 6,10 Prozent weniger als im Vorjahr.

Cremlingen/Sickte

708 Straftaten wurden, so die Polizei, in 2015 dort begangen, 26 Taten weniger als im Vorjahr 2014. Besonders gestiegen sind: 99 Rohheitsdelikte (+14), 14 Brandstiftungen (+13) sowie 16 Sexualdelikte (+zehn). Rückläufig jedoch sind: 85 einfache Diebstähle (-16), 132 schwere Diebstähle (-15), 114 Sachbeschädigungen (-17) und 11 Rauschgiftdelikte (-23). 417 Straftaten konnten aufgeklärt werden, was einer Quote von 58,90 Prozent entspricht (+5.54 Prozent).

Schladen/Börßum

490 Straftaten (-115) wurden laut Polizei in 2015 registriert. Besonders angestiegen sind hierbei: 75 einfache Diebstähle (+fünf), 72 Sachbeschädigungen (+vier) und sechs Brandstiftungen (+drei). Rückläufig hingegen sind: 103 Vermögens- und Fälschungsdelikte (-93), 72 schwere Diebstähle (-7) und acht Rauschgiftdelikte (-13). 317 Taten konnten aufgeklärt werden, was einer Quote von 64,69 Prozent (-0.93 Prozent) entspricht.

Schöppenstedt/Remlingen

Hier wurden in 2015 534 Straftaten (-71) begangen. Besonders gestiegen sind hierbei: 16 Rauschgiftdelikte (+drei) und 57 Körperverletzungen (+zwei). Auffallend rückläufig sind: 93 schwere Diebstähle (-zwölf), 77 Vermögens- und Fälschungsdelikte (-40), 75 Sachbeschädigungen (-elf) und siebe Brandstiftungen (-drei). 296 Taten konnten aufgeklärt. Das entspricht einer Quote von 55,43 Prozent (-5,07 Prozent).

Ziel für 2016


Im Fokus für das gegenwärtige Jahr stehe weiterhin die Bekämpfung von Rauschgiftdelikten, die dieses Jahr bei einer Anzahl von 224 in Stadt und Landkreis liegt. Hier ginge es nicht nur darum, die überwiegend Minderjährigen Täter zu überführen, sondern die Händler zu ermitteln, um "diejenigen zu sanktionieren, die Minderjährige dazu bringen, Rauschgifte zu konsumieren", so Andreas Twardowski. Außerdem habe man einen neuen Marker "Flüchtlinge" erstellt, um eventuelle Straftaten auch aus dieser Richtung zu analysieren, denn von 2.200 Tatverdächtigen seien 390 nicht-deutscher Herkunft.

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