Braunschweig

Kultur im Fragefeuer: Ratsmitglieder stehen Rede und Antwort


Symbolfoto: Brunsviga
Symbolfoto: Brunsviga

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15.07.2016


Braunschweig. Im Rahmen einer von Matthias Bosenik moderierte Podiumsdiskussion zum Thema "(freie) Kultur in Braunschweig" werden Vertreter der Braunschweiger Ratsfraktionen befragt. Die Veranstaltung wird von musikalischen Darbietungen umrahmt. Der Eintritt zu der Veranstaltung am 29. August um 19 Uhr in der Brunsviga (Großer Saal) ist frei.

Als "Wahlprüfsteine" zur Kommunalwahl am 11. September sollen folgende Fragen gestellt und beantwortet werden:

• Wie wollen Sie dem Sterben der Veranstaltungsorte in Braunschweig entgegensteuern?
• Im Jahr 2002 hat sich Braunschweig für die Kulturstandortfrage in der Metropolregion beworben. Der Status ist mittlerweile verloren. Halten Sie es für wünschenswert, sich erneut um diesen Status zu bewerben?
• Welche Veranstaltungen außerhalb der Hochkultur bzw. des Mainstreams gibt in Ihrem Terminkalender?
• Am Dowesee können nur noch Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen stattfinden. Halten Sie es für richtig, dass die Baubehörde die Veranstaltungsstättenverordnung restriktiv auslegt? Siehe auch Schulen und Aulen. Wo können in Braunschweig überhaupt noch Veranstaltungen für über 200 Personen stattfinden?
• Der Silverclub konnte ursprünglich problemlos Veranstaltungen für über 200 Personen in unterschiedlichen Locations in Braunschweig durchführen. Dieses war durch Ausnahmegenehmigungen möglich. Ist das verwaltungsrechtlich Ihrer Meinung nach heute in Braunschweig noch möglich oder nicht mehr gewollt?
• Zur Zeit erhält das Staatstheater 90% des Kulturetats. Finden Sie das gerechtfertigt oder sollen Ihrer Meinung nach künftig die Födermittel im Kulturbereich anders verteilt werden? Wenn ja, wie?
• In Berlin gibt es etwas ähnliches wie eine Kurtaxe, das nennt sich Bettensteuer, mit der ausdrücklich die freie Kulturszene gefördert wird. Sind Sie dafür, dass in Braunschweig etwas vergleichbares eingeführt wird?
• Der KufA-Verein fordert seit langem ein sogenanntes Leerstandsmanagement. Damit ist gemeint, dass die über die ganze Stadt verteilten leerstehenden und nicht genutzten Gebäude einer Nutzung zugänglich gemacht werden, ggf. mit zeitlicher Begrenzung. Würde Ihre Partei einen solchen Antrag im Rat stellen?
• Halten Sie einen Kulturentwicklungsplan unter Einbeziehung der freien Kultur in Braunschweig für nötig? Wenn ja, bis wann wollen Sie das umsetzen?
• Für das soziokulturelle Zentrum KufA-Basis und das privat finanzierte WestAnd am Westbahnhof gibt es Zusagen, aber noch keinen verbindlichen Ratsbeschluss. Wie wird Ihre Fraktion in der letzten Ratssitzung des amtierenden Rates am 13.09.2016 abstimmen?



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