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Die Braunschweigische Landessparkasse legt ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 vor.



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"Kurs gehalten trotz Corona"

Die Braunschweigische Landessparkasse legt ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 vor.

Das Vorstandsteam der BLSK: Christoph Schulz, Werner Schilli, Dr. Ingo Lippmann und Marc Knackstedt auf der Braunschweiger Okerinsel (vor Corona).
Das Vorstandsteam der BLSK: Christoph Schulz, Werner Schilli, Dr. Ingo Lippmann und Marc Knackstedt auf der Braunschweiger Okerinsel (vor Corona). Foto: Braunschweigische Landessparkasse

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Braunschweig. „Wir haben Kurs gehalten, auch wenn Corona uns durchgeschüttelt hat", sagte Christoph Schulz, Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) anlässlich der Jahres-Pressekonferenz vergangene Woche. „Dass wir glimpflich durch das Jahr des wirtschaftlichen Stillstands gekommen sind, verdanken wir zu allererst dem Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden in die Braunschweigische Landessparkasse aber auch unserem schnellen Handeln auf dem Thema Digitalisierung und der außerordentlichen Veränderungsbereitschaft unserer Mitarbeitenden", so Schulz in einer Pressemitteilung der BLSK.



Die 749 BLSK-Vertriebsmitarbeitende (2019: 767) und 54 Auszubildenden (2019: 61) betreuen unverändert rund 231.000 Privat- und Geschäftsgirokonten. Das Kundenvolumen beträgt 13,6 Milliarden Euro (2019: 12,6 Mrd Euro).

Betriebsergebnis coronainduziert rückläufig


„Der Rückgang im Betriebsergebnis auf 9,9 Millionen Euro nach Risikovorsorge ist verkraftbar. Neben dem andauernden Negativzins hat das „Jahr des wirtschaftlichen Stillstands" deutliche Spuren hinterlassen.", so Christoph Schulz (2019: 34,8 Millionen Euro). Beim Zinsüberschuss macht sich die Negativzinsphase auch 2020 bemerkbar: Mit 98,9 Millionen Euro liegt er unter dem Vorjahresergebnis (2019: 110,5 Millionen Euro). Der Provisions- und Handelsüberschuss ging auf 40,3 Millionen Euro (2019: 44,0 Millionen Euro) zurück. Der Verwaltungsaufwand stiegt leicht auf 119,6 Millionen Euro (2019: 114,4 Millionen Euro).


An 91 Standorten (unverändert) bietet die BLSK eine flächendeckende Geldversorgung mit 209 (2019: 203) Geldausgabeautomaten beziehungsweise Ein- und Auszahlgeräten (CRS). Die 44 Filialen sind Anfang 2020 unverzüglich auf die Erfordernisse der geltenden Abstands- und Hygieneanforderungen umgerüstet worden. So war es möglich, den Kundinnen und Kunden jederzeit Zugang zu gewähren. „Die Gesundheit unserer Kundschaft sowie aller Mitarbeitenden hatte für uns im Corona-Jahr höchste Priorität", erklärte Werner Schilli, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und verantwortlicher Vorstand für den Privat- und Geschäftskundenbereich. Durch die Einführung von digitalen Tools wie zum Beispiel der Videoberatung war eine persönliche Beratung jederzeit möglich. An 17 Standorten werden gemeinsame Finanz-Center mit dem Partner Öffentliche Versicherung Braunschweig betriebenen.

Unterstützung durch Chatbot LINDA


Rund 140.000 Kunden der Landessparkasse nutzen das Serviceangebot von „BLSK.direkt". 70 Mitarbeitende bearbeiten die eingehenden Aufträge. Ein Teil des Teams durchlief 2020 eine Qualifizierung zu Multikanalberaterinnen und -beratern. Der Firmenkundschaft stehen 21 Spezialisten für Unternehmens- und Geschäftskunden zur Verfügung (2019: 18). Unterstützt wird das Team vom Chatbot LINDA. Von LINDA wurden knapp 80.000 Kundenanfragen zu 85 Prozent zur Zufriedenheit der Fragestellenden beantwortet.


„Nach einem guten Start Anfang 2020 führten der 1. Lockdown im Frühjahr und auch der bis heute andauernde Lockdown zu deutlich eingeschränkten Vertriebsmöglichkeiten. Dies wirkte sich insbesondere im Vermittlungsgeschäft aus", schickt Werner Schilli den Zahlen voraus. Die in 2018 erfolgreich gestartete Kooperation mit S-Kreditpartner zum Vertrieb von Privatkrediten konnte nach einem deutlichen Anstieg in 2019 nicht auf diesem Niveau gehalten werden. Das Neugeschäftsvolumen ging um 16 Millionen Euro (- 21 Prozent) auf 62 Millionen Euro zurück. Bei den Immobilienfinanzierungen konnte das bereits sehr hohe Vorjahresergebnis wiederum deutlich gesteigert werden. Das Neugeschäftsvolumen betrug damit 456 Millionen Euro (2019: 422 Millionen Euro).

Kreditvolumen um 3 Prozent ausgebaut


Die Wertpapiererträge legen aufgrund der sehr guten Ergebnisse im 1. Quartal leicht zu und laufen bei 11,6 Millionen Euro (2019: 11,0 Millionen Euro) aus. Das Versicherungsgeschäft leidet ebenso wie das Bauspargeschäft unter den pandemiebedingten Einschränkungen und ist rückläufig. Der Einlagenbestand der Landessparkasse stieg um 13 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro (2019: 5,5 Milliarden Euro). Ebenfalls konnte das Kreditvolumen um + 3 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro (2019: 4,7 Milliarden Euro) ausgebaut werden. Das Kundenvolumen ist um 8 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro (2019: 12,6 Milliarden Euro) gestiegen.

Die positive Entwicklung im Kreditgeschäft mit Unternehmen (Firmenkundenbereich) setzte sich 2020 fort. Im Neugeschäftsvolumen konnte ein Zuwachs auf 280 Millionen Euro (2019: 246 Millionen Euro), also ein Plus von 13 Prozent generiert werden. „Im Krisenjahr 2020 hat sich unsere oftmals langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Unternehmen, dem Handel und den Kommunen in unserem Geschäftsgebiet bewährt. So war es uns möglich individuell zu unterstützen und Lösungen in schwierigen Zeiten erarbeiten", sagte Marc Knackstedt, Firmenkundenvorstand.

Viele Traditionsveranstaltungen abgesagt


„Im Sponsoring- und Veranstaltungsbereich mussten leider viele Traditionsveranstaltungen abgesagt werden. Entstanden sind neue digitale Formate, die von den Menschen in unserem Geschäftsgebiet gut angenommen wurden. Das Herz an unserem Hochhaus auf der Okerinsel stand als Symbol dafür", betonte Vorstandsmitglied Dr. Ingo Lippmann.

„Gemeinsam da durch - diese Haltung aller Mitarbeitenden der BLSK und unsere wertschätzende, vertrauensvolle und offene Unternehmenskultur haben uns durch ein schwieriges Jahr getragen. Ich blicke positiv in die Zukunft", sagte Christoph Schulz zum Abschluss der Jahrespressekonferenz der Braunschweigischen Landessparkasse.


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