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Land Niedersachsen verspricht automatische Kreuzimpfungen ab der kommenden Woche



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Land verspricht automatische Kreuzimpfungen ab der kommenden Woche

Alle, die im Impfzentrum eine erste Impfung mit AstraZeneca erhalten haben, sollen beim zweiten Termin mit mRNA-Impfstoff geimpft werden.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

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Niedersachsen. Das Land Niedersachsen will die am Donnerstag angekündigte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) in den Impfzentren umsetzen. Diese sieht vor, dass Personen, die beim ersten Impftermin den Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben, ihre zweite Impfung zukünftig mit einem mRNA-Impfstoff erhalten sollen. Das kündigt das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in einer Pressemitteilung an.



Darüber hinaus verkürzt das Land das Intervall zwischen den Impfungen bei diesem sogenannten heterologen Impfschema (Kreuzimpfung) in den Impfzentren auf sechs Wochen. Dies bedeutet eine Angleichung an das Intervall bei den Impfungen mit den mRNA-Impfstoffen von Moderna und BioNTech.

„Nach Angaben der Stiko zeigen aktuelle Studien, dass die Wirksamkeit der Impfung insbesondere gegen die Delta-Variante am stärksten ist, wenn nach der ersten Dosis mit AstraZeneca bei der Zweitimpfung ein mRNA-Impfstoff verabreicht wird. Dementsprechend werden wir allen, die ihren Zweittermin noch vor sich haben, ab der kommenden Woche einen solchen mRNA-Impfstoff von Moderna oder BioNTech anbieten", erklärt dazu Gesundheitsministerin Daniela Behrens.

Umstellung erfolgt automatisch


Bereits seit Freitag können Impfzentren, die vor Ort ausreichend mRNA-Impfstoff zur Verfügung haben, so verfahren. Die Umstellung auf die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgt ab der kommenden Woche dann grundsätzlich automatisch, ein Anruf bei der Hotline des Landes oder die Kontaktaufnahme zum Impfzentrum ist dafür nicht erforderlich.

Personen, die entgegen der Empfehlung auch die zweite Impfung mit AstraZeneca erhalten möchten, können dies vor Ort beim Termin im Impfzentrum äußern und werden entsprechend auch beim zweiten Termin mit diesem Impfstoff geimpft.

Mehr mRNA-Impfstoff benötigt


„Die Kurzfristigkeit der Stiko-Empfehlung bedeutet, dass wir die Impfstofflogistik für die Impfzentren nun sehr umfangreich und sehr schnell umstellen müssen. Wir werden in den kommenden Wochen mehr mRNA-Impfstoff benötigen als ursprünglich geplant. Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder haben den Bund deshalb aufgefordert, die Liefermengen der Impfstoffe von BioNTech und Moderna für die Impfzentren deutlich zu erhöhen", so Behrens.

Insgesamt warten derzeit rund 390.000 Niedersächsinnen und Niedersachsen, die ihre erste Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben, auf ihre zweite Impfung in einem Impfzentrum. Alle Termine in den Impfzentren können wie geplant stattfinden. Es wird nicht zu Terminausfällen oder automatischen Verschiebungen kommen. Gesundheitsministerin Behrens erklärt: „Wir sorgen dafür, dass sich alle Niedersächsinnen und Niedersachsen, die bereits einen Zweittermin haben, auf diesen Termin auch verlassen können."

Verkürzung des Impfintervalls auch nachträglich


Die Verkürzung des Impfintervalls auf sechs Wochen soll im Impfportal im Internet und an der Hotline so schnell wie möglich auch nachträglich ermöglicht werden. Der Dienstleister des Landes arbeite bereits daran, dass Betroffene ihre Termine für die Zweitimpfung im Impfportal und an der Hotline des Landes dem neuen Intervall zeitnah entsprechend vorverlegen können. „Hier bitten wir die Bürgerinnen und Bürger ganz herzlich noch um ein wenig Geduld. Wir werden diese Möglichkeit jetzt so schnell wie möglich schaffen", so Behrens.


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