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Land verteilt Flüchtlinge auf Gemeinden



Braunschweig

Land verteilt Flüchtlinge auf Gemeinden

von Sina Rühland



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Braunschweig. Mit knapp 2000 Asylsuchenden ist die Landesaufnahmestelle in Kralenriede akut überbelegt – für zirka 600 Menschen ist der Gebäudekomplex in der Boeselagerstraße eigentlich ausgelegt. Laut einem NDR-Bericht haben sich an diesem Montag 320 Menschen auf den Weg in ihre neuen Wohnorte gemacht, um Platz für Neuankömmlinge zu schaffen. 

Wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet, sollen sich am Montagmorgen 320 Menschen auf dem Hof der Erstaufnahmestelle in Braunschweig versammelt haben, um in Flüchtlingsunterkünfte in andere Gemeinden zu ziehen. Dass mehr als 1.200 Flüchtlinge in dieser Woche in andere Wohnungen wechseln sollen, sagte Klaus Siems, Standortleiter der Braunschweiger Erstaufnahmestelle, dem NDR gegenüber. Wohin die asylsuchenden Menschen kommen, sei vorab festgelegt worden, so Siems weiter.

Angesichts der weiterhin ansteigenden Zahlen von Asylbewerbern habe das Land Niedersachsen den Kommunen verstärkte Zugänge von Flüchtlingen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen angekündigt, heißt es in eine Pressemitteilung des Niedersächsischen Innenministeriums. Aktuell sei die Situation in den Landesaufnahmeeinrichtungen stark angespannt, rund 1.500 Flüchtlingen müssten wöchentlich landesweit aufgenommen werden. In allen Ländern seien die Einrichtungen für Flüchtlinge brechend voll, teils hätten andere Länder bereits Aufnahmestopps für Einrichtungen ausgesprochen. Auch um solche Maßnahmen zu verhindern, sei das Land auf dieses weitere Entgegenkommen der Kommunen angewiesen. Nur durch eine solche Maßnahme könne das Land seinerseits der Pflicht zur Aufnahme der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugewiesenen Flüchtlinge zuverlässig nachkommen.


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