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Landeselternvertretung enttäuscht: "Politik muss sich endlich um die Kinder kümmern"



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Landeselternvertretung enttäuscht: "Politik muss sich endlich um die Kinder kümmern"

Die Landeselternvertretung der Niedersächsischen Kindertagesstätten e.V. fordert Öffnungen von Kitas auch bei regional hohen Inzidenzen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

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Region. Da es für den Bereich Kita keine neuen Öffnungsperspektiven und keinen versprochenen Stufenplan gebe, stattdessen Eltern auch weiterhin in einigen Regionen seit Dezember 2020 keine verlässliche Betreuung für ihr Kind hätten und Kindern keine Teilhabe an frühkindlicher Bildung ermöglicht werde, fordert die Landeselternvertretung der niedersächsischen Kindertagesstätten e.V. Öffnungen von Kitas auch bei regional hohen Inzidenzen.



„Nach nunmehr einem Jahr Pandemie ohne Strategie ist es an der Zeit, alle Akteure (Eltern, Fachkräfte, Verbände, Gewerkschaften, Politik) an einen Tisch zu bringen, praktikable Maßnahmen zu schaffen, welche auch für alle gangbar sind“, sagt Vorstandsmitglied Janine Herzberger.
Auch Vorstand Rene Birkner findet deutliche Worte „Die Salamitaktik der letzten zwölf Monate ist ein einziges Hin und Her. Die widersprüchlichen Maßnahmen sind nicht mehr nachvollziehbar und lassen jegliche Verlässlichkeit vermissen.“


„Man ist nicht bemüht Teststrategien voran zu treiben. Wirksame Kontrollen und Sanktionen für die, die es am Arbeitsplatz mit dem Infektionsschutz nicht so ernst nehmen, soll es weiterhin nicht geben.“ kritisiert Vorsitzende Christine Heymann-Splinter.
Bis heute wurde keinerlei Plan vorgestellt, um den Kindern, die unter den letzten zwölf Monaten seelisch und körperlich gelitten haben, die erforderliche Unterstützung zukommen zu lassen. Sowohl Ärzte als auch pädagogische Fachkräfte berichten immer mehr über die verschiedensten Auswirkungen der Kitaschließungen bei Kindern. Wir appellieren daher erneut an die politischen Verantwortlichen, sich endlich mit den Kindern zu befassen. Das Ausmaß muss konkret in Zahlen benannt werden, damit hieraus neue Maßnahmen implementiert werden können.

„Man kann Unternehmen in Not mit Geld retten, eine verletzte Kinderseele kann mit Geld allein nicht gerettet werden. Es braucht jetzt dringend weitere Instanzen, die die Kinder im Blick haben und ihnen die nötige Unterstützung ermöglichen.“ so Rene Birkner.


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