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Landkreis: "Pflegefamilien für Vollzeitpflege unverzichtbar"



Goslar

Landkreis: "Pflegefamilien für Vollzeitpflege unverzichtbar"


Im Verhältnis zwischen familiärer Vollzeitpflege und der Heimunterbringung von Kindern und Jugendlichen stehe es im Landkreis Goslar schon seit Jahren 2:1. Symbolfoto: Pixabay
Im Verhältnis zwischen familiärer Vollzeitpflege und der Heimunterbringung von Kindern und Jugendlichen stehe es im Landkreis Goslar schon seit Jahren 2:1. Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

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Goslar. Im Verhältnis zwischen familiärer Vollzeitpflege und der Heimunterbringung von Kindern und Jugendlichen stehe es im Landkreis Goslar schon seit Jahren 2:1. Ein Ergebnis, das der Kreisverwaltung im Landesvergleich eine Spitzenposition einbringt, berichtet der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung.



Großen Anteil an dieser Platzierung haben die rund 195 Pflegefamilien aus dem gesamten Kreisgebiet, die aktuell 292 Kinder im Alter zwischen 0 und 20 Jahren betreuen.
Für die Auswahl, Schulung und enge Betreuung dieser Familien zeichnet der Pflegekinderdienst (PKD) des Landkreises Goslar verantwortlich, der sich zu Beginn dieser Woche im „Party-Löwe“ in Goslar-Baßgeige mit einem geselligen Abend inklusive Tanzaufführung und Schlemmerbuffet bei den Pflegeeltern für ihr Engagement bedankte.


Die Dankeschön-Veranstaltungen haben Tradition und werden bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten organisiert. Nicole Manke, Leiterin des Pflegekinderdienstes, unterstreicht den Wert dieses Abends, denn aus ihrer Sicht ist es von großer Bedeutung den Pflegeeltern mit besonderer Wertschätzung zu begegnen. „Die Verantwortung für Kinder und Jugendliche zu übernehmen ist ohnehin eine große Aufgabe, handelt es sich dann noch um Kinder, die aus welchen Gründen auch immer, nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, wird die Herausforderung noch vielschichtiger“, betont Nicole Manke.

Landrat Thomas Brych, der sich im Rahmen der Dankeschön-Veranstaltung persönlich bei den Pflegeeltern bedankte, ist überzeugt, dass der eingeschlagene Kurs seiner Verwaltung der richtige ist, denn „Kinder entwickeln sich am besten im Familienverbund, der ihnen Rückhalt und individuelle Unterstützung bietet“. Vor dem Hintergrund der komplexen Aufgaben denen sich Pflegefamilien in ihrem Alltag stellen müssen, ist dem PKD besonders daran gelegen, die Pflegepersonen nach Kräften zu unterstützen und sie mit den täglichen Problemen nicht alleine zu lassen.

Stetig neue Pflegepersonen gesucht



Um die familiäre Vollzeitpflege weiterhin auf dem aktuellen Niveau halten zu können, ist der Landkreis stetig auf der Suche nach neuen engagierten Pflegepersonen. Ein Grundkurs für Interessierte startet im Januar kommenden Jahres.

Einen wichtigen Baustein bildet dabei das Aus- und Fortbildungsangebot des Pflegekinderdienstes. Im Januar 2019 erscheint bereits die fünfte Auflage der Broschüre „Pflegeeltern Aktiv“, die klar geordnet über aktuelle Kurse informiert. Ferner weist Nicole Manke darauf hin, dass die landesweite Spitzenposition langfristig nur gehalten werden kann, wenn ausreichend Pflegepersonen zur Verfügung stehen. Der Pflegekinderdienst hat stetig Bedarf.

Wer sich ebenfalls vorstellen kann, seine Familie und sein Heim für ein Pflegekind zu öffnen, der hat bereits im Januar die Möglichkeit am Grundkurs für Pflegepersonen teilzunehmen. Unter dem Titel „Aus dem Nest gefallen“ thematisieren die erfahrenen Dozenten des Grundkurses, Jürgen Witczak und Christina Hense-Schenk, unter anderem wie sich die Familie durch die Aufnahme eines Pflegekindes verändert. Ferner stehen rechtliche und sonstige Aspekte wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt oder der Kontakt zur Herkunftsfamilie auf dem Programm. Selbstverständlich wird im Rahmen des mehrtägigen Kurses auch auf pädagogische Fragestellungen eingegangen.

Veranstaltet wird der Kursus am Samstag, 12. Januar 2019, Sonntag, 13. Januar, Samstag, 26. Januar, und Samstag, 9. Februar in Raum 021 in der BBS Am Stadtgarten in Goslar. Unterrichtet wird samstags jeweils von 10 bis 17.30 Uhr, am Sonntag von 10 bis 14 Uhr. Die Teilnahmegebühr beläuft sich auf 20 Euro. Anmeldungen nimmt ab sofort die Kreisvolkshochschule Goslar per Mail an info@vhs-goslar.de oder telefonisch unter (05321) 76-431 entgegen.


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