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Lauingen: Bewohner diskutieren im Ortsrat über Schweinemast

von Christoph Böttcher


Der Bürgermeister von Königslutter Alexander Hoppe (links) und die Ortsbürgermeisterin von Lauingen Michaela Römmeler (2.v.l.) beim Ortsrat, Foto: Christoph Böttcher.
Der Bürgermeister von Königslutter Alexander Hoppe (links) und die Ortsbürgermeisterin von Lauingen Michaela Römmeler (2.v.l.) beim Ortsrat, Foto: Christoph Böttcher. Foto: Christoph Böttcher

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02.03.2017

Lauingen. Nachdem die Pläne eines Landwirts aus Telgte, die ehemalige Schweinemastanlage erneut zu nutzen, bekannt wurden, kam innerhalb des Ortes laute Kritik auf. Daraufhin zog dieser sein Interesse an der Anlage vorerst zurück. In der heutigen Ortsratssitzung wurde mit Anwohnern diskutiert.


Lauingens OrtsbürgermeisterinMichaela Römmeler zeigte sich in einem früheren Interview mit regionalHeute.de zuversichtlich, in der Sitzung am heutigen Donnerstagabend eine gemeinsame Lösung mit den Bürgern zu finden. Entsprechend der großen Resonanz im Dorf, waren viele Lauinger vor Ort. Alexander Hoppe, dem Bürgermeister von Königslutter, war eswichtig die Stimmung im Ort und Ideen der Bewohner mitzunehmen. "Keine Denkverbote, keine Einschränkungen", leitete Hoppe anschließend die Diskussion ein.

Der bisherige Interessent betonte im Vorhinein seinvertraglich festgelegtesVorkaufsrecht, sodass er bei anderweitiger Nutzung dem Verkauf zustimmen müsse.Diese Aussage wurde direkt von der Bürgerinitiative (BI)angegriffen, bezugnehmend auf gesetzliche Regelungen, die detailliert geprüft werden sollten. Römmeler verwies im Weiteren darauf, dass der Ortsrat allerdings keine rechtliche Handhabe hätte, da sich das Grundstück mit der ehemaligen Mastanlage nicht im Besitz des Ortes befindet.

Weitere Ideen in der Diskussion


Vorgeschlagen wurde in der Diskussion eineSchweinemastanlage, die allerdings mit Bio-Standard arbeiten solle.Des Weiteren kam eineReithalle ins Gespräch. Die Umsetzung sei aber schwierig, da in der Halleviele tragende Balken vorhanden sind, die eine erhöhte Unfallgefahrbergen. AuchKulturpflanzen in Form von beispielsweise Speisepilzen wären für die Anwohner vorstellbar. Dabei stelle allerdings die Isolierungein Problem dar. Römmeler erkundigte sich bei den Landwirten nach dem Interesse einer gemeinsam Nutzung derHalle für Maschinenund Ähnliches. Der Vorschlag ein Logistikunternehmen dort anzusiedeln, erhielt starken Gegenwind aus den Reihen der Lauinger.

Nach der Diskussion zog Römmeler ein Fazit:"Eine Schweinemastanlage stößt weiterhin auf große Kritik im Ort. Es müsste ein Exposé zur Halle erstellt werden, um an potenzielle andere Interessenten herantreten zu können." Weiter sagte sie, dass es "heute keinen Beschluss geben wird." Römmeler sieht die beste Chance auf einen Konsens innerhalb der Bewohner bei einer Bio-Schweinemast.


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