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Lebenshilfe eröffnet das "Wohnprojekt Lessing"



Wolfenbüttel

Lebenshilfe eröffnet das "Wohnprojekt Lessing"


Wohnheim-Leiterin Anja Schildener nahm vom Architekten Ulrich Drößler den symbolischen Schlüssel zum Haus in Empfang. Foto: Lebenshilfe
Wohnheim-Leiterin Anja Schildener nahm vom Architekten Ulrich Drößler den symbolischen Schlüssel zum Haus in Empfang. Foto: Lebenshilfe Foto: Lebenshilfe

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Wolfenbüttel. In der Schillerstraße ist ein Vorzeige-Objekt für das inklusive Wohnen entstanden. Die Lebenshilfe Wolfenbüttel hat jetzt das „Wohnprojekt Lessing“ bei einer Feier für alle Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter, Handwerker und Projektpartner sowie Nachbarn offiziell eröffnet. Zwei Jahre lang wurden die ehemals zwei Wohnhäuser renoviert und umgebaut.



Nicht nur die farbenfrohe Fassade begeistert jetzt alle Beteiligten. „Hier ist eine neue Wohnform entstanden“, sagte Joop van den Heuvel, Vorsitzender des Wolfenbütteler Lebenshilfe-Vereins. In dem Haus wohnen jetzt Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Die Gebäude wurden miteinander verbunden. Ein Fahrstuhl wurde eingebaut. Überhaupt ist das gesamte Gebäude jetzt barrierefrei. Dabei achteten die Bauherren auch auf kleine Details: So hat jede Etage beispielsweise eine andere Farbe, damit sich die Bewohner besser orientieren können. „Alle Bewohner leben gerne hier. Das Haus wird sehr gut angenommen“, so van den Heuvel.

Tatsächlich sind die Wohn-Einheiten bereits vollständig vermietet. Dazu zählen acht Zimmer für Menschen, die eine 24-Stunden-Betreuung benötigen, neun weitere Appartements für Menschen mit weniger hohem Pflegebedarf sowie zwei Studentenwohnungen.


"Gute Grundlage für inklusives Wohnen"


„Dies ist ein Ort des selbstbestimmten Zusammenlebens und Voneinander-Lernens“, lobte Wolfenbüttels Landrätin Christiana Steinbrügge. Sie beglückwünschte die Lebenshilfe zu diesem erfolgreichen Projekt. „Eine solche Wohnform würde ich mir noch häufiger wünschen“, sagte die Landrätin. Die Lebenshilfe habe somit gute Grundlagen gelegt für die weitere Entwicklung beim inklusiven Wohnen im Landkreis.

Da man derzeit in den Nachrichten oftmals Konflikt und Gegeneinander sehe, sei es umso schöner, dass das Projekt der Lebenshilfe für das genaue Gegenteil stehe, sagte Stadtrat Thorsten Drahn. „Wir brauchen viel mehr Miteinander. Daher ist das heute ein toller Tag für Wolfenbüttel“, so Drahn.

Dank für Zusammenarbeit


Die „Wohngemeinschaft Lessing“ stehe für die Ziele der Lebenshilfe. „Es sind Wohnungen, in denen die Menschen zusammen leben und sich gegenseitig helfen“, erklärte Lebenshilfe-Geschäftsführer Bernd Schauder. Dieses Gemeinschaftliche unterscheide das Haus von vielen anderen Wohnprojekten. Schauder dankte Stadt und Landkreis für die Zusammenarbeit und der „Aktion Mensch“ für die finanzielle Unterstützung. Für den Umbau stand ein Gesamtbudget von etwa zwei Millionen Euro zu Buche. „Wir sind stolz auf das, was wir hier geschaffen haben“, sagte Schauder auch stellvertretend für alle Mitarbeiter der Lebenshilfe.


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